gulli: Hurrikan Gustav: Ein gefundenes Fressen für Spenden-Betrüger

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02. September 2008

Hurrikan Gustav Ein gefundenes Fressen für Spenden-Betrüger

Der Hurrikan "Gustav" hat entgegen den schlimmsten Befürchtungen nur geringfügige Schäden verursacht. Glücklicherweise hat sich der Orkan auf seinem Weg ins Landesinnere drastisch abgeschwächt und die US-Golfküste größtenteils verschont. Insgesamt hat der Hurrikan sieben Menschenleben gefordert. Aufgrund dieser Ereignisse schießen auch im Internet zahlreiche Hilfsorganisationen aus dem Boden, die den unverschuldet in Not geratenen Menschen ihre "Hilfe" anbieten möchten. Das SANS Internet Storm Center warnt dabei allerdings vor groß angelegten Betrugsversuchen und ruft zeitgleich zur erhöhten Vorsicht vor getürkten Spendenaktionen auf. Offenbar handeln die Betrüger auch in dieser Angelegenheit getreu der Philosophie "Des einen Leid, des anderen Freud."

Das SANS Internet Storm Center hat es sich zur Aufgabe gemacht, stets über virtuelle Bedrohungen und Risiken zu informieren. Dass die ersten betrügerischen Spendenaktionen bei so einer Naturkatastrophe nicht lange auf sich warten lassen, davon gingen die IT-Experten aus. Die Liste der registrierten Domains, rund um den Hurrikan Gustav spricht für sich und dürfte hinsichtlich des Umfangs für Aufsehen sorgen.

Für die jeweiligen Domainnamen wurden aussagekräftige Namen wie aid4gustav.com, donate2gustav.org, gustavhelpfund.org, gustavrefugees.net und gustavwiki.com ausgewählt. Die eigentliche Bedrohung sehen die Experten von SANS darin, wer sich hinter dem Domain-Einkauf bzw. der Registrierung verbirgt. Da die genauen Ausmaße des Hurrikans nicht vorhersehbar waren und somit auch kein Rückschluss auf erfolgreiche Spendenaktionen seitens der Betrüger erahnt werden konnte, wurden mehrere Domains in den sog. "for sale" Status gesetzt. Bei anderen Domains haben die Sicherheitsexperten des SANS Instituts festgestellt, dass eine Weiterleitung auf einschlägig bekannte Malware-Seiten geschaltet wurde. In diesem Zusammenhang wurde im offiziellen Pressebericht erwähnt, dass sich jemand bereits mehrere Domains mit zukünftigen Hurrikan-Namen reserviert hat. Dazu bediente sich der Einkäufer den auf der Webseite der Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) veröffentlichten Namen.

Hurrikan GustavIm Allgemeinen richten das US-CERT und das SANS Internet Storm Center die Empfehlung an alle potenziellen Spender, nur auf seriöse Organisation wie das RedCross zu vertrauen. Nur dadurch könne man sicher gehen, dass das Geld auch an der richtigen Stelle ankommt. Denn die virtuellen Trickbetrüger nutzen besonders gerne die Gunst der Stunde bei großen Katastrophen, die möglichst umfassende Schäden angerichtet haben. Aktuell brauen sich vor der US-Küste zwei weitere große Stürme zusammen, was auf ein erhöhtes Aufkommen von Domainregistrierungen hindeuten dürfte. (gS-)

(via blog.trendmicro.com, thx!)

  • War doch abzusehen und ist doch immer so... Nicht die Bürger sollen da was Spenden sondern die, die auch genug Geld haben; ihr wisst wen ich meine.

  • Die USA war nicht wirklich betroffen von "Gustav". Ganz im Gegensatz zu Kuba. Dort war es der schlimmste Sturm seit 50 Jahren. Bei "Cuba Si" kann man spenden und das ist sogar noch seriös: http://www.cuba-si.de/hurry/gustav-2...stav-2008.html

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