gulli: HttpShare.com nach Sperre: IFPI, danke für die Werbung!
12. März 2008

HttpShare.com nach Sperre IFPI, danke für die Werbung!

Wir erinnern uns: Letzte Woche wurden durch die Anordnung von Richtern in Haifa die drei größten Internetprovider in Israel dazu verpflichtet, den Surfern des Landes die Website HttpShare.com zu sperren. Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) hatte die Blockade gegen HttpShare.com gerichtlich erreicht. Dort werden sowohl BitTorrent-Dateien als auch Links zu One-Click-Hostern angeboten. Die Aktion war durch zahlreiche internationale Newsportale gegangen und hatte so die Popularität der Website stark angekurbelt. Zur Zeit landen täglich über 70.000 neugierige Besucher auf der Seite. Dessen Betreiber mussten sich neue Hardware zulegen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Administratoren von HttpShare sind nicht undankbar:

"IFPI - This time you lose. Over 70.000 Visitors per day, we upgraded our network. Big Thanks to IFPI Advertising" besagt ein Banner auf der Website. Die juristischen Auseinandersetzungen mit der IFPI begannen bereits vor neun Monaten. Anstatt wie gewünscht die Website herunter zu fahren, wurde aus Elicomp.co.il die neue Domain HttpShare.com. Danach wurden unzählige E-Mails an die registrierten Benutzer der alten Website geschickt um sie über die neue Adresse zu informieren. Bis die Crawler der Suchmaschinen und damit auch die IFPI der neuen Seite auf den Trichter kam, dauerte es natürlich nicht lange. Die IFPI beharrte schriftlich darauf, dass man auch die neue Seite zumachen müsse. Der neue Administrator wehrte sich dagegen, weil auf seinen Servern kein urheberrechtlich geschütztes Material gespeichert wird. In den Niederlanden ist alleine die Aufbewahrung der reinen BitTorrent-Dateien und die Links zu Hostern von Drittanbietern nicht strafbar. Nachdem die Antipiraten-Organisation bemerkte, dass auch der Inhaber gewechselt hat und dieser nicht nachgeben wollte, haben sie die Blockade der israelischen Internetprovider vor Gericht durchgesetzt. Den registrierten Besuchern der Website wird ein modifizierter Browser angeboten, der unterschiedliche IPs durchprobiert. Zehn Adressen zu blockieren dürfte schwieriger sein als nur eine einzige, so der Inhaber der Domain.

Dank der ungewollten Werbung durch die IFPI hat sich dort zumindest die Zahl der täglichen Besucher verdoppelt. Als Dank haben die Betreiber ein englishsprachiges Forum für die Besucher eingerichtet, die der hebräischen Sprache nicht mächtig sind. Zumindest kurzfristig hat die Aktion der Anti-Filesharing-Organisation genau das Gegenteil von dem erreicht, was man erzielen wollte.

(Via TorrentFreak)

  • 5 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von shirker nochmal genau lesen und dann auf verwandte news OiNK war aber allerdings nicht pay2leech. Daher halte ich meine Frage für angebracht.

  • hat die ifpi mal wieder toll hingekriegt aber holla, die seite kann ja schon bald mit gulli konkurrenz machen: "Threads: 2,073,599, Posts: 8,071,888, Members: 181,594" und das board hat weitaus weniger themen die nicht mit "börse" zu tun haben^^

    Wandang am 28.03.2008 20:24

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