Im Making Of auf YouTube erklärt Jack Frost, der Regisseur, Intention und Machart des Clips. Um die Abhängigkeit des Menschen von Digitalem und Daten darzustellen, nahm man zwei Techniken zu Hilfe: Geometric Informatics und Velodyne LIDAR. Diese erstellen ein quasi-3D-Objekt mit Hilfe von im Raum verorteten Punkten, welche ähnlich wie beim bekannten Motion Capturing über die Abtastung eines "realen" Objekts, hier jedoch mit Hilfe von Lasertechnik, im Computer entstehen. Sowohl Gesichter als auch die Szenerie einer Party sowie einer Reihenhaussiedlung werden auf diese Art dargestellt. Im Video sieht man jedoch keine "echten" dreidimensionalen Objekte, sondern nur Punkte, die unverbunden im virtuell dreidimensionalen Raum verortet werden können. Der künstlerische Reiz des Videoclips ergibt sich aus der Farbwahl und den "Störungen" der Visualisierung, welche beispielsweise durch Tropfen auf einer Glasscheibe entstanden, die die Laserstrahlen zu einem gewissen Teil ablenken und so einen Effekt der Verwehung verursachen.
Interaktiv wird das Musikvideo in einer speziellen Version, die bei Google Code gehostet wird. Dort kann der Benutzer, Flash-Plugin und einen leistungstarken Rechner vorausgesetzt, die je aktuell dargestellte Szenerie auswählen und frei drehen. Ein schönes Spielzeug für Fans und Leute, denen die Audiovisualisierungen der gängigen Musiksoftwares schon lange zu öde geworden sind. Hier jedoch "nur" das "herkömmliche Video:
Zudem sind bei Google Code sämtliche Daten, die für das Video erstellt wurden und die entsprechende Software unter einer Creative Commons-Lizenz verfügbar. Leider ist der Song selbst davon ausgenommen. Wer schon immer mal mit Thom Yorkes Gesicht seinen virtuellen Schindluder treiben wollte, sollte jedoch zugreifen. (fraencko)
(via Joi Ito)
| 3 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Abroxas am 15.07.2008 18:10:31: |
perli666 am 15.07.2008 21:22:16: |
faeb am 16.07.2008 08:23:32: |