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21. Juli 2005
Heise vs. Musikindustrie Verlauf des Kampfs gegen Linkverbote onlineHintergrundinfos zum AnyDVD-Linkverbotsverfahren im Netz Kämpferisch gibt sich der Heiseverlag in der letzten Zeit: anläßlich der Bestrebungen der Musikindustrie, Links auf den russischen Downloaddienst allofmp3 zu verbieten, reagierte der Verlag mit einer Tickermeldung, in welcher auf eben diese Seite Links gesetzt waren. Zuvor bereits wurde nach einer vorausgegangenen Abmahnung und dem Widerspruch seitens heise dem Verlag gerichtlich untersagt, Links auf die Webseite der DVD-Kopiersoftware AnyDVD zu setzen, da dies eine "vorsätzliche Beihilfe" zum Begehen von Urheberrechtsverletzungen sei. Erwähnen dürfe man die Software nach Auffassung des Gerichts, das Setzen eines Links erleichtere das Auffinden des DVD-Rippers jedoch zu sehr und sei daher als Anleitung zum Umgehen von Kopierschutztechnik zu deuten. Die bisherigen Abmahnschreiben, Stellungnahmen und Anträge der beiden Parteien sind - teilweise geschwärzt - nun als fortlaufende Dokumentation bei heise online einsehbar. Das Berufungsverfahren beginnt nächste Woche: dann dürfte sich entscheiden, ob einmal mehr Links oder gar Wörter online verboten werden können oder ob die Pressefreiheit hinter den Zensurinteressen einiger Wirtschaftsunternehmen zurücktreten muss. Entsprechend gespannt wird das Verfahren beobachtet - intern.de kommentiert: "Unter diesem Gesichtspunkt ist es mehr als begrüßenswert, dass der finanzkräftige Verlag sich diesem Rechtsstreit nun doch stellt. Die gesamte, deutsche Computer-Presse dürfte in diesem Fall hinter Heise stehen" - vermutlich nicht nur diese. Verwandte News
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