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08. November 2006

Havard-Studie Musikmarkt profitiert vom Teilen

Einmal mehr belegt eine Studie, dass sich die Industrie in einem Kampf gegen ihre Kunden befindet: Empfehlungen von Freunden spielen eine wichtige Rolle beim Musikeinkauf. Und dabei natürlich auch die Möglichkeit, die Songs mit Freunden zu teilen.

Es ist nicht das erste Mal, dass keine oder positive Effekte des Musikteilens auf den Absatz nachgewiesen wurde. EIn Lerneffekt bleibt bislang noch aus. Das Berkman Center for Internet and Society an der Harvard Law School rät nun vor allem zu mehr communitybasierten Empfehlungssystemen.

Vor allem die "Early Adopters", Nutzer, die schnell neue Techniken ausprobieren und nutzen, legen Wert auf Empfehlungen ihrer Freunde, bevor sie Geld für Musik ausgeben. Ein Drittel von ihnen wünscht sich Systeme, die anhand ihres Musikgeschmacks und Empfehlungen anderer neue Musik entdecken helfen.

Die Möglichkeit des Tauschens ist ebenso zentral - ein Viertel der Befragten gab an, die Tauschmöglichkeit als wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Onlineshops zu betrachten. Bis 2010 werde ein Viertel der Onlinekäufe direkt durch Userempfehlungen zustandekommen, so die Studie.

Bis dahin sollten die entsprechenden Systeme jedoch bereitstehen. Ein Dienst wie last.fm leistet natürlich bereits heute, was die Industrie irgendwann einmal adaptieren wird. Es spricht jedoch Bände, dass das Angebot nicht von einem der Labels kommt - und von jenen ob des "Wunschradio"-Charakters eher kritisch beäugt wird.

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