Und so bleibe für die kleinen Labels vor allem das Ausweiten der Geschäftsbereiche als Option - hauptsächlich Konzertvermarktung und Verlagsgeschäft werden bei den Kleinlabels als Cashcows der Zukunft gesehen, während Petters den Tonträgermarkt als erledigt betrachtet:
"Alben werden in Zukunft vielleicht nur noch als mehr oder weniger kostenlose Promotion unters Volk gebracht - um Konzerte zu bewerben."
So der Labelchef, der damit weniger einen Vorwurf an kostenlos ladende User macht, sondern die Zeichen der Zeit diagnostiziert:
"Es heißt immer, die Leute, die downloaden, wären böse, weil sie Musik klauten. Das ist Unsinn. Wieso sollten sie für etwas zahlen, das es umsonst gibt? Nach der Dampflok kam die E-Lok und nach der CD kam der mp3-Download - und der ist inzwischen nun mal meistens kostenlos zu bekommen."
Hausmusik kam mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeiten offenbar zu spät - zu abhängig war man vom Vertrieb über kleine Plattenläden, die in der Vergangenheit in großer Zahl aufgeben mussten. Intro konstatierte als Ursache der Misere das Sterben kleiner Plattenläden mit Fachpersonal in Ländern wie Italien und Frankreich. 80% des Umsatzes machte Hausmusik auf diesem Weg. Teure Rücknahmen unverkaufter Restbestände waren die Folge.
Die neu eröffnete Downloadplattform half dem Label nicht, 13 Alben seien auf diesem Weg im vergangenen Jahr verkauft worden. Hausmusik schließt im Dezember endgültig seine Türen.
| 10 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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k-b am 17.10.2007 20:25:08: |
paiks am 18.10.2007 00:26:30: |
LucyLou am 18.10.2007 06:08:03: |