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11. Januar 2008
Hausdurchsuchung So schnell kanns gehenUdo Vetter berichtet von einem Mandanten, der eine Hausdurchsuchung hinnehmen musste. Anlass: Computerbetrug. Den jedoch nicht er vorgenommen haben will, sondern jemand, der ein altes GMX-Account des Geschädigten genutzt hatte. Als Beweismaterial, welches zur Haussuchung genügt, reichte das einem Richter offenbar bereits aus. In Abwesenheit wurde die Wohnung von Vetters Mandanten von der Polizei besucht. Als der "Durchsuchte" zu Hause ankam, war sein PC bereits bereit zum Abtransport. Der Vorwurf des Computerbetrugs gründet sich laut Aussage des betroffenen allein auf die Mailadresse bei GMX, die nach dem Muster (Vorname)@gmx.de gestaltet war. Registriert wurde die Mailadresse bereits 1997, angegeben hatte der Beschuldigte auch seine (nicht öffentlich einsehbaren) Realdaten. Weitere "Beweise" gab es offenbar keine, Vetter zitiert:
Dem Opfer wurde zugesagt, dass er seinen Rechner nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft schnellstmöglich zurück erhalten soll. Wenig, aber immerhin etwas. Einmal mehr zeigt sich jedoch, dass selbst unter heutigen Bedingungen die Polizei auch bei denen schnell auf der Matte stehen kann, die "nichts zu verbergen" haben. Und das nichtmals wegen der falschen Verdächtigung beispielsweise des Besitzens von Kinderpornografie oder der Mitgliedschaft in sogenannten "terroristischen Vereinigungen", sondern schlicht wegen nicht bezahlter, online bestellter Dienstleistungen. Pikanterweise trotz bzw. wegen einer richterlichen Genehmigung, die bei der Ausweitung der Befugnisse von Strafermittlern ja immer gerne als "Allheilmittel" gepredigt wird, die Missbrauch und Schikane verlässlich ausschalten soll. Das tut sie nicht - was auch in den Kommentaren des Lawblog sofort zur Sprache kam. Verwandte News
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@neo110 kann es sein, dass du kuhdung, oder ähnliches zeug, rauchst? mfg chronoton Chronoton am 14.01.2008 23:26
Zitat: Zitat von Chronoton @neo110 kann es sein, dass du kuhdung, oder ähnliches zeug, rauchst? mfg chronoton Na ja, der wird Raubkopien von Mossad in´s Netz gestellt haben, und dann haben die die IP gehabt und die 4.500 Euro sind die Kosten der Abmahnung.... MfG Andy titus_shg am 14.01.2008 23:43
Also auf alle Fälle kann ich euch versichern. Wenn jemals bei einer Hausdurchsuchung euer PC mitgenommen wird, könnt ihr damit rechnen, dass ihr ihn nicht innerhalb der nächsten 6, meistens sogar 9 Monate und länger, wiederbekommt. Die Erfahrungen habe ich gemacht und auch bei anderen Fällen hört man nichts anderes. Die sind halt so langsam bei den Behörden. Kann natürlich sein, dass es bei der Steuerfahndung schneller geht Also, man ... Sketch am 16.01.2008 02:18
Zitat: Zitat von Sketch Das der Mailbesitzer nicht auf die Post, wir reden hier von Briefen, reagiert hat grenzt ja fast an Dummheit. So hätte er alles abwenden können, indem er den Betrug ja zu mindestens aufdecken hätte können. Ok, wenn da richtige Briefe kommen, per Post mit Adresse drauf usw. , dann sollte man selbstverständlich reagieren. Ich ging bisher nur von Emails aus. MfG Andy titus_shg am 16.01.2008 07:44
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