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13. Oktober 2008
Hausdurchsuchung bei Tobias Huch Bonner Staatsanwaltschaft schlägt zurückWie heise online berichtet, wurde der Mainzer Erotik-Unternehmer Tobias Huch heute früh von der Bonner Staatsanwaltschaft mit einer Hausdurchsuchung bedacht. Zwei Jahre lang passierte nach seinem Hinweis an T-Mobile nichts. Und jetzt kurz nachdem er den Fall mit den 17 Millionen Kundendaten, die ihm zum Kauf angeboten wurden publik machte, wurde er von insgesamt 20 Personen heimgesucht. Eine Kopie der passwortgeschützten Datenbank schien den Beamten nicht auszureichen: sein privater PC und sein Laptop inklusive seines E-Mail-Verkehrs wurden beschlagnahmt. Es folgte eine dreieinhalbstündige Vernehmung auf dem Polizeipräsidium Mainz, die von insgesamt vier (!) Rechtsanwälten des nun Verdächtigen begleitet wurde. Entgegen der Absprache, dass ein technischer Mitarbeiter des Landesdatenschutzbeauftragten Rheinland-Pfalz die Datenbank einsehen und danach für immer löschen sollte, änderte die Bonner Staatsanwaltschaft ihre Strategie und bewirkte heute die Hausdurchsuchung. Eigenen Angaben zufolge gab es Hinweise, die die Identität des österreichischen Verkäufers preisgeben könnte. Bislang ist unklar, ob die Staatsanwaltschaft bei der Suche nach den Hintermännern tatsächlich fündig geworden ist. Kommentar: Anstatt mit Herrn Huch zu kooperieren, zog man offensichtlich den eisernen Weg vor. Weniger konsequent sind dem hingegen die Folgen, mit denen sich die Verantwortlichen bei der Telekom bislang auseinandersetzen müssen. Bis auf ein paar laut ausgesprochene Forderungen von unterschiedlichen Politikern ist auch an dieser Stelle bislang nichts passiert. Herzlichen Glückwunsch, liebe Staatsanwaltschaft und Politik: wenn schon eisern, dann auch bitte an der richtigen Stelle! Wie war das? Die Kleinen schnappt man, die großen Fische lässt man laufen? Wobei hier zudem an der falschen Adresse zugeschnappt wurde. Drehen wir das Rad der Zeit ein wenig zurück: Was also würden Sie tun, könnten Sie in die Haut von Herrn Huch schlüpfen? Das betreffende Unternehmen informieren, um zuzuschauen, wie diese in Lethargie verfallen, um dann später verhört und durchsucht zu werden? Oder lieber die Daten illegal verkaufen, das Geld einstreichen und seine Ruhe haben?
(via heise online, thx!) (Bildquelle: Ed Wohlfahrt Blog, thx!) Verwandte News
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wieviele nazis haben behauptet sie hätte nichts mitbekommen oder gar daran teil gehabt????? wie naiv seid ihr alle, natürlich macht er sich zum verdächtigen, und nur weil irgendwer eine geschichte auspackt und damit jemanden entgegen kommt heisst das noch lange nicht das er unschuldig ist. Ich jedenfalls habe mich lange gefragt warum der nicht mal in die zange genommen wird. Hades85 am 14.10.2008 20:13
Zitat: Zitat von mboettcher So üblich ist das m. W. nicht. Die Voraussetzung einer Durchsuchung bei Zeugen sind wesentlich strenger. Erforderlich ist, dass aufgrund von bewiesenen Tatsachen die Annahme gerechtfertigt ist, dass die Durchsuchung zum Auffinden des Beschuldigten oder der gesuchten Spur bzw. bestimmter Beweismittel führen wird. StPO § 103 (1) Bei anderen Personen sind Durchsuchungen nur zur Ergreifung des ... Gravenreuth am 14.10.2008 20:15
Mich erinnert das an eine öffentliche Hinrichtung, die dem Volk zeigen soll, dass der Staat handlungsfähig ist. Bei der Telekom muss es Personen geben, die zwei Jahre lang von den Daten von 17 Millionen wussten, welche im Zimmer eines Privatmannes lagerten. Doch diese Verantwortlichen werden von einflussreichen Personen geschützt. Ich zitiere an dieser Stelle Wolfgang Schäuble: "Herr Obermann (Chef der Telekom, A.d.V.) hat bei den ... TierGottes am 14.10.2008 20:21
Wie sich zeigt, macht er am besten gar nichts. Daten löschen und Klappe halten. Es gibt kein Interesse daran, dass solche Skandale aufgeklärt werden oder erst an die Öffentlichkeit gelangen, weil jeder einzelne Fall deutlich macht, wie unsicher und gefährlich die Datensammlerei für jeden einzelnen ist. Das steht nunmal im klaren Widerspruch zu den Aussagen unserer Volkstreter, die ja immernoch behaupten, dass unsere Daten sicher seien und ... DasFragezeichen am 31.10.2008 01:06
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