Einer Studie der Harvard Universität nach zufolge, haben PC-Spiele keinesfalls negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Jugendlichen. Vielmehr würden sie zur Entwicklung von gesunden sozialen Fähigkeiten, wie etwa Teamplay beitragen. Dabei enthält die Studie, welche als Buch unter dem Titel "Grand Theft Childhood: The Surprising Truth About Violent Video Games and What Parents Can Do" erschienen ist, noch einige weitere Überraschungen.
Das Wissenschaftler Ehepaar Lawrence Kutter und Cheryl K. Olson kamen bei ihren Forschungen zu einem Ergebnis, dass so manchen Killerspiel-Verbieter aufhorchen lassen dürfte. Sie stellten fest, dass Kinder, die ohne Video- und Computerspiele aufwachsen würden, wesentlich mehr Probleme in der Schule bzw. im Elternhaus haben würden. In einem Interview mit dem Spiegel, verdeutlicht das Ehepaar wie es zu den Kernaussagen ihrer Studie kam. So äußerten sie sich, dass "Nichtspielen heutzutage ein Zeichen von fehlender Sozialkompetenz" sei. Zahlreiche Titel, so auch die Killerspiele, fördern eine soziale Denkweise und verlangen in der Regel aktives vorgehen im Team. Wer hier nicht die entsprechenden Sozialkompetenzen aufweisen könne, sei schnell am Ende.Des Weiteren hielt das Ehepaar fest, dass sie keinen Zusammenhang zwischen gewaltverherrlichenden Spielen und den Amokläufen an Schulen herstellen könnten. Vielmehr waren sie der Ansicht, dass ihre Kollegen bei den Studien unsauber vorgegangen wären. Man habe gezielt Situationen erzeugt, die so in der Realität nie vorkommen würden. Auch seien die Durchführenden selbst oftmals nur mit Halbwissen der Handhabung der Spiele ausgestattet, was eine wissenschaftliche Analyse nur behindern könne. Des Weiteren würden die meisten Wissenschaftler immer absolute Extreme vergleichen, um zu ihren Rückschlüssen zu gelangen. Als massivstes Beispiel hierfür nannte Olson, Ego-Shooter in Vergleich zu Strategiespielen zu setzen.
Dass das Ehepaar mit dieser Studie nur auf wenig Gegenliebe stößt, ist verständlich. Zahlreiche Kollegen sprechen von einer Diskreditierung ihrer Studien und werfen Kuttner & Olson vor, dass sie selbst nur zweifelhafte Methoden angewandt hätten.
Inwiefern es zweifelhaft für die Ergebnisse ist, aktiv spielende Jugendliche zu befragen, die mehrere Stunden täglich mit "Gewaltspielen" verbringen, und somit wohl ein "erhöhtes" Risiko darstellen, darf jeder selbst entscheiden.
(Via heise, thx.)
Zitat: Das halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Das ist fast gefährlich dumm. Natürlich, MP zocken ist ja so viel besser als im Real Life mit Freunden was zu unternehmen. Oder im RL mit anderen zu spielen. Sozialkompetenz bezieht sich hierbei auf das kennenlernen neuer Menschen. Wenn du im RL nur mit deinen Freunden Fußball spielst, schließt du andere vom Fußball aus und so bildet ihr eine geschlossene ...
Zitat: Zitat von B@tt0 Sozialkompetenz bezieht sich hierbei auf das kennenlernen neuer Menschen. Wenn du im RL nur mit deinen Freunden Fußball spielst, schließt du andere vom Fußball aus und so bildet ihr eine geschlossene Gruppe. Wenn du meinst ... aber von "nur" hatte ich doch gar nichts geschrieben, oder bestritten dass es auch Positiv sein kann. Die Aufmachung der Studie klingt nur so ...