"Harry Potter und der Halbblutprinz": 250.000 Uploader gezählt

gullinews am Dienstag, 01.07.2008 22:45 Uhr

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Wie die ddp Nachrichtenagentur berichtete, zählte man seit der Veröffentlichung des Hörbuches "Harry Potter und der Halbblutprinz" im September vor zwei Jahren 250.000 Uploader alleine im BitTorrent- und eDonkey Netzwerk, die Zahl der Downloader ist unbekannt, diese dürfte aber um ein Vielfaches höher liegen. Manche Verlage erkennen allerdings, dass sie sich im Fall von straf- oder zivilrechtlichen Maßnahmen gegen ihr eigenes Publikum wenden würden. Sie setzen anstatt auf Abmahnungen auf den Dialog mit den Kunden. Die Urheberrechtsverletzer werden nach ihrer Ermittlung lediglich angeschrieben und verwarnt.

Auf Verständnis und Dialog setzen die Verantwortlichen beim Paul Pietsch Verlag in Stuttgart. In bis zu ein Viertel aller Fälle gelingt es eigenen Angaben zufolge dem Unternehmen, einen Urheberrechtsverletzer zu ermitteln und ihn dann per Brief umzustimmen. Der Verlag setzt auf Einsicht statt auf kostenpflichtige Abmahnungen. Man wolle nicht unbedingt gerichtlich gegen die Interessenten der eigenen Bücher vorgehen, so die Leiterin gegenüber ddp. Sie seien ja auch die Interessenten der Bücher und somit die potenziellen Käufer. Das Buch des SF-Autoren Andreas Eschbach "Eine Billion Dollar" soll innerhalb weniger Monate von knapp 35 000 Anbietern ins Netz gestellt worden sein, die Zahl der Downloader ist natürlich weitaus höher.

Das Problem an der Verlagspiraterie: Das Erstellen eines PDF-Dokuments anhand eines Buches ist sehr einfach und erfordert im Gegensatz zum Entfernen eines Kopierschutzes für ein Spiel oder Anwendersoftware keinerlei Programmierkenntnisse. Das ist auch der Grund warum diese Form der Piraterie von den Mitglieder der restlichen Warez-Szene oftmals belächelt wird. Die Konkurrenz untereinander ist ungleich kleiner, die schnelle Beschaffung stellt demnach kein Problem dar. Auch die Konvertierung von Hörbüchern in MP3s ist einfach und schnell realisiert. Manche Buchautoren wie der brasilianische Bestseller-Autor Paulo Coelho haben die Power der PDF-Dokumente erkannt und verbreitet seine Bücher selbst per eDonkey. Auf seinem Blog Pirate Coelho verteilt er ED2K- und Rapidshare-Links für jegliche Übersetzungen seiner Werke. Er selbst hat damit sehr positive Erfahrungen gemacht, seinen Umsatzzahlen hat dies bislang nicht geschadet, sein Verlag wird darüber weniger glücklich gewesen sein. Wem aber das PDF eines Buches gefallen hat, wird sich auch eines oder mehrere seiner Bücher kaufen.

(via freiepresse.de, thx!)

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23 Reaktionen aus dem gulli:Board

Mister...Mo am 03.07.2008 14:29:11:
Also ich hab 2 Harry Potter Bücher auf dem Handy gelesen. Hätte nicht gedacht das ich das durchhalte. Aber man gewöhnt sich daran. Find ich praktischer, wenn man im Zug sitzt, und statt ein Haufen Bücher mitzuschleppen alles auf dem Handy zum lesen hat. :p...

Destiny666 am 03.07.2008 16:38:44:
Handy ist viel zu klein, aber bald soll es hier ja auch ebooks geben. :T...

sline am 17.07.2008 17:38:37:
dieser meinung bin ich auch weshalb ich fast nicht verstehen kann weshalb diese leute sich deshalb so aufregen..... ich persöhnlich finde es sehr interessant wie die filmindustrie immer wieder verlustzahlen vorlegt die kompletter blödsinn sind da die "illegalen downloader" ohne den d...

 

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