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20. Januar 2006

Happy Birthday, Virus

Die PC-Plage wird 20

Am 19.1.1986 wurde mit Brain.A der erste PC-Virus entdeckt: ein Bootsektorvirus, der sich über Floppys verbreitete und laut F-Secure als erster Virus für den PC gilt. Brain war vergleichsweise harmlos: das Inhaltsverzeichnis der befallenen Diskentten wurde in "Brain" umbenannt, weitere Schadroutinen gab es nicht. Seitdem hat sich vieles im Virenbusiness getan und ist aus einem Proof of Concept für die Möglichkeit selbstreplizierender Software, die John von Neumann bereits 1949 veröffentlichte, ein milliardenschweres Business geworden: die Antiviren-Softwarehersteller verzeichnen steigende Umsätze, und auch das Viren- und Wurmgeschäft ist vom programmiertechnischen Hobby zum Mittel des Gelderwerbs mutiert.

Vom "Elk Cloner", einem rudimentären Bootsektorvirus für den Apple II 1982 bis heute machten die Viren bedeutende Entwicklungsschritte. Von den Bootsektorviren bis zur heutigen Zeit, die vor allem von Würmern dominiert wird, war es ein weiter Weg, in dem komplexe Malware in den verschiedensten Spielarten entwickelt wurde. Michelangelo, Tschernobyl/CIH und ähnliche werden vielen Usern noch ein Begriff sein, letzterer schaffte es sogar, per BIOS-Zerstörung den kompletten Rechner unbenutzbar zu machen.

Heute werden Viren und Würmer vor allem zum Zweck des Gelderwerbs geschrieben: Ziel ist weniger die Zerstörung von Daten oder gar Rechnern, sondern die Erlangung der Kontrolle über Rechner mit Netzzugang, welche anschließend für zahlreiche Zwecke eingesetzt werden können. Über 150.000 Viren sind nach Angaben F-Secures heutzutage bekannt, Tendenz steigend. Im Jahr werden durch Viren nach Angaben des FBI alleine in den USA knapp 70 Milliarden an volkswirtschaftlichen Schäden verursacht, glaubt man diesen üblicherweise nur mit Vorsicht zu genießenden Zahlen.

Die Faszination des Themas bleibt trotz allen profanen Ärgers für den Endanwender ungebrochen und das Virus hat sich einen festen Platz in Film und Literatur erarbeitet - und rettet, wie in Independence Day geschehen, gelegentlich gar gleich die Menschheit vor der kompletten Vernichtung.

  • 9 Kommentare zum Artikel
  • Hmm, Viren... Nimda hieß der eine Virus dreht man das Wort um, dann hat man das Wort admin Das Dingens war auf Win2000 ein bisschen schwer zu killen, aber irgendwann musste auch der stärkere mal nachgeben Sub 7 gibt es ja auch noch nur welcher Scanner würde kein Sub 7 erkennen ? Genau, wenn nämlich überhaupt keiner drauf wäre Zum antesten war der bestimmt interesannt aber muss ja nicht sein, oder wollt dass euer Monitor auf ...

    cuhformation am 22.01.2006 17:37
  • das is eine frage die ich mir schon länger stelle - Gibt es bekannte verbindungen zwischen Virensoftwareherstellern - und - Virenprogrammierern ? Weil wer hat mehr Ahnung von Virenbeseitigung als die Programmierer selber ? Ich würds mir ja nicht trauen irgendwas zu erfinden - aber die vorstellung das einige Viren im AUFTRAG waren würde mir nicht schwer fallen

    smugglerpotsdam am 22.01.2006 20:26
  • Sicher werden viele Viren im Auftrag geschrieben um Sicherheitslücken aufzuspüren. Ich habe von einem Hacker gehört, der mit eigenen Programmen in eine Bank eingedrungen ist und von jedem Konto einen Cent auf ein von Ihm eingerichtetem Scheinkonto bei der selben Bank überwiesen hat. Da kamen natürlich Millionen Beträge zusammen. Sinn der Sache war, das er der Bank zeigen wollte, wie Sicher sie angeblich war. Trotz seiner Selbstanzeige hat er ...

    Schanzi am 23.01.2006 13:24
  • gibts den VIrus auch auch noch ? kann man den nun leicht bekämpfen ?

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