gullinews am Mittwoch, 15.10.2008 00:56 Uhr
Man kauft sein Handy, schaltet es ein und dann fällt es entweder ins Klo oder es wird vom Bus überfahren, aber man schaltet es nicht mehr aus. Niemals.
Auch nicht im Auto. Erst recht nicht, wenn man mit 60 in der 30er Zone unterwegs ist und am Klingelton erkennt, dass es Ida ist, deren leckeres Mousse au Chocolat man gleich probieren wird. Es ist unhöflich ein Telefonat nicht anzunehmen, also geht man ran. Wenn sie dann noch vorschwärmt, wie lecker es ist, kurvt man ungehemmt in den nächsten Fußgänger. Dieses Szenario wird leider allzu oft Wirklichkeit.
Die Software von Aegis Mobility nutzt diese Tatsache, um ihre Entwicklung anzupreisen. Zu viel Unbedachtheit kann Menschenleben kosten. David Teater (Vize Präsident von Aegis), der seinen Sohn auf Grund eines solchen Autounfalls verlor, wurde ein Vorkämpfer dieses Sicherheitstools - es nimmt dem Fahrer die Verantwortung ab, sein Telefon auszuschalten.
2007 starben 41.059 Menschen bei Verkehrsunfällen in den USA und Kanada. In Deutschland waren es 4970 Verkehrstote.
Eine Studie aus den USA belegte nun, dass 7 % aller Zusammenstöße und Auffahrunfälle durch die Nutzung von Handys verursacht werden.
Der DriveAssistT ermittelt die Geschwindigkeit mit der sich ein Handy im Raum bewegt und verhindert, dass Anrufe oder SMS zum Telefon durchdringen. Der Anrufer bekommt eine Nachricht, dass es "den Anschein hat, als ob die Person gerade fährt". Er kann zwar einen Knopf drücken und im Notfall eine Nachricht sofort zustellen, normalerweise ist aber vorgesehen, dass der Fahrer erst wenn der Wagen wieder steht, angerufen wird und entgangene Anrufe oder SMS erhält.
Die Software soll in allen Geräten mit Windows Mobile Software laufen, so genannten "Smartphones" oder mit Symbian Software, die auf Nokia und Sony Ericsson Geräten läuft. Sie benutzt den im Gerät eingebauten GPS (Global Positioning System) - Chip, um die Bewegung zu erfassen. Auch Signale von Funkmasten und WiFi helfen zur genauen Positionierung des Handynutzers.
Über das Internet soll auch ein Monitoring der Kinderschar, die mit Handy unterwegs ist, ermöglicht werden.
Um loszulegen, braucht es nur noch die Unterstützung der Telefongesellschaften. Teater dealt mit allen großen Häusern und will seinen Service Anfang nächsten Jahres für 10-20 $ pro Familie verkaufen.
Kommentar: Tatsächlich wollten wir immer schon mal wissen, wie diese Ortung eines Handys im Einzelnen aussieht, dieses Tool nimmt dem Amerikaner aber die Verantwortung ab, über Sicherheitsfragen und vor allem deren Missbrauch nachzudenken.
(via cnn, thx!)
(Bildquelle via handyspionage, thx!)
| 7 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
titus_shg am 15.10.2008 13:57:56: |
Ubermensch am 15.10.2008 16:12:19: |
nullnummer am 15.10.2008 21:59:35: |
Suche
Verwandte NewsHandyortung: Überwachung der Kleinsten
Teenager: sie verschickte 14.528 SMS in einem Monat!
USA: Sicherer Fahren dank Handy-Störsender im Autoschlüssel
Verizon: Mobilfunk-Mitarbeiter hatte Zugriff auf Obamas Handy-Account
Österreich: 32 Anfragen für Handy- und Internetüberwachung täglich