Finanzkrise, Super-Wahljahr, politisch wie konjunkturell unsichere Aussichten. So mancher hat sich vorerst die Anschaffung eines neuen Gerätes im wahrsten Sinne des Wortes "gespart". Doch der Absatz von Handys soll sich nächstes Jahr in Deutschland wieder erholen. Davon geht zumindest der Hightech-Verband BITKOM aus.
Nach einem Plus von 4,4 Prozent im Vorjahr werden die Verkaufszahlen für neue Handys in 2009 voraussichtlich um 5,2 Prozent auf 26,3 Millionen Stück zurückgehen. Im kommenden Jahr sei dann wieder mit einem Anstieg um 2,3 Prozent auf 26,9 Millionen Geräte zu rechnen. Einer der Gründe für das Minus sei der derzeitige Umbruch im Markt. Der Trend geht immer mehr hin zu den Alleskönnern, die mit einem Touchscreen bedient werden. Nach dem Erfolg des iPhone haben andere Hersteller wie Nokia, Samsung, LG oder Sony Ericsson mit ähnlichen Modellen nachgezogen, die nicht selten preiswerter ausfallen.
Die neuen Smartphones inklusive UMTS scheinen sich zum primären Kaufargument zu mausern, immerhin haben die meisten Menschen bereits ein Gerät mit dem sie mobil telefonieren könnten, die Abdeckung liegt bereits bei 90 Prozent. BITKOM erwartet im Jahr 2009 trotzdem mit einem Anstieg von fünf Prozent auf rund 113 Millionen Mobilfunkanschlüsse.
Im Vergleich der großen EU-Länder entwickelt sich der deutsche Handy-Markt noch vergleichsweise gut. In Großbritannien, dem größten Markt für Mobiltelefone Europas, gehen die Absatzzahlen nach EITO-Angaben im laufenden Jahr um 8 Prozent auf 30,7 Millionen Stück zurück. Im Jahr 2010 rechnen die Marktforscher wieder mit einem Anstieg um 2,9 Prozent auf 31,6 Millionen Stück. In Italien beträgt das Minus in diesem Jahr voraussichtlich 7,2 Prozent auf 19,6 Millionen Stück und in Frankreich minus 4,9 Prozent auf 23,1 Millionen. In der EU werden im laufenden Jahr 5,3 Prozent weniger Handys verkauft und ein Absatzvolumen von 174 Millionen Stück erreicht. Auch hier rechnet EITO im Jahr 2010 wieder mit einem moderaten Wachstum. Es bleibt abzuwarten, ob die Europäer in 2010 tatsächlich wieder mehr Geld für solche Güter ausgeben wollen. Neben der neuen Technik und der Verlockung durch Datendienste, die mit UMTS sehr schnell vonstattengehen, dürfte dabei vor allem die wirtschaftliche Entwicklung eine erhebliche Rolle spielen. (Ghandy)
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GT_LEGEND am 01.06.2009 22:20:38: |
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La-Ultima am 07.06.2009 16:59:20: |