gulli: Hacker-Auslieferung an die USA: McKinnon kriegt eine Chance vom House of Lords

Anzeige

gulli:Toolbox

Voting

Worüber wollt ihr mehr News?
Netzwelt
Untergrund
Filesharing
Datenschutz
Hacking
Demoszene
Mobiles (Handy)
Linux
Feature (Gulli Glosse)
02. August 2007

Hacker-Auslieferung an die USA McKinnon kriegt eine Chance vom House of Lords

Der britische "NASA-Hacker" Gary McKinnon, dessen Auslieferung die USA mit Nachdruck fordern, bekommt doch noch eine weitere Chance: vor dem House of Lords soll McKinnon nochmals angehört werden. Die Anhörung ist McKinnons letzte Chance, möglicherweise jahrzehntelanger Haft in den USA zu entgehen. 2001 hackte sich der Brite in zahlreiche Netzwerke des US-Militärs und der NASA.

Dass seine Anhörung vor dem Oberhaus zugelassen wurde, gilt als gutes Zeichen: begründet wurde die Forderung nach einer letzten Stellungnahme damit, dass die US-Behörden in "gewaltsamer" Manier die Auslieferung McKinnons gefordert hätten. Ein Termin für die Anhörung wurde noch nicht festgesetzt, McKinnon ist auf Kaution frei.

Was an sich viel über die "Gefahr" aussagt, die von dem Hacker ausgeht. In den USA drohen dem Briten jahrzehntelange Haftstrafen. McKinnon hackte sich in Rechner des Pentagon und des Militärs, gab jedoch an, die Systeme seien unzureichend bis gar nicht geschützt gewesen. Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar seien entstanden, so die Vorwürfe. Beobachter gehen davon aus, dass an McKinnon ein Exempel statuiert werden soll, um andere Hacker abzuschrecken.

McKinnon befürchtet, in den USA unter Militärgerichtsbarkeit gestellt zu werden bzw. als Terrorist zu gelten. Da er seien Taten in Großbritannien begangen hätte, müsse ihm auch in seinem Heimatland der Prozess gemacht werden. Die USA sagten zu, McKinnon vor einem Zivilgericht anzuklagen, McKinnon hielt diese Zusagen jedoch für wenig glaubwürdig.

  • Ok, danke

  • Bin auch der Meinung, die sollten ihn eher einstellen als inhaftieren. Kosten würde er die Staaten in beiden Fällen etwas, aber nur wenn sie ihn für sich arbeiten ließen, hätten sie auch was davon. Das nennt man in der Wirtschäft wohl ökonomisches Denken. Es gibt eben Fälle, in denen es höhere Zwecke gibt, hinter denen andere zurückstehen müssen. Wenn ich jemanden mit Rückenverletzung aus einem Auto rette, übergehe ich auch die mögl. ...

    Schattenspieler am 10.08.2007 17:23
  • © Copyright 1998-2008 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | Partner | downloads |