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27. Dezember 2007
Ägyptische Pyramiden demnächst urheberrechtlich geschützt?Touristen, die ägyptische Denkmäler auf Bildern oder Film verewigen wollen, sollen nach Plänen der Regierung eine Abgabe an den Staat bezahlen. Werden bekannte Bauwerke wie die Sphinx, die Pyramiden von Gizeh etc. als Vorlage für Nachbauten verwendet oder diese gefilmt oder photographiert, so soll die entsprechende Person eine Gebühr an den Staat entrichten. Vielleicht sollte man sein Augenmerk stattdessen mehr auf die angespannte Menschenrechtssituation in diesem völlig vom Tourismus abhängigen Staat richten. Denn in Ägypten wird noch immer systematisch gefoltert und kritische Stimmen zum Schweigen gebracht. Noch im Mai dieses Jahres hatte der Weltspiegel in der ARD über die systematische Polizeifolter in Kairo und anderswo berichtet. Unter anderem über die Verfolgung des Bloggers Mohammad al Sharkawy. Der linke Oppositionelle hatte Bilder und Videos von Gewaltaktionen der Polizei ins Netz gestellt. Deswegen und weil er sich an Demonstrationen gegen den Präsidenten beteiligte, wurde er gefoltert. Seine Kamera und sein alter Laptop wurden beschlagnahmt, seine Wohnung wurde eigenen Angaben nach systematisch von der Staatssicherheit überwacht. Auch wenn es wichtig wäre, solche Geschichten werden den Touristen von den Reiseführern und Animateuren leider nicht erzählt.
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