gullinews am Mittwoch, 02.09.2009 14:32 Uhr (Rating: 



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Unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken durchsuchten am Vormittag des gestrigen Dienstags Polizisten aus der saarländischen Landeshauptstadt sowie Flensburg, Köln, Wolfsburg, Berlin, Essen und Schönefeld zeitgleich die Privatwohnungen von sechs Männern wegen des Verdachts des Betriebs einer illegalen Tauschbörse.
Zwei der Verdächtigen werden beschuldigt, einen sogenannten BitTorrent-Tracker und damit die Steuerungseinheit für die Verbreitung der Raubkopien im Peer-to-Peer-Netzwerk mit knapp 2.000 registrierten Usern betrieben zu haben. Den Anwendern dieses Netzwerks gewährten die Macher gegen Bezahlung von 15 Euro einen Download-Bonus von 30 Gigabyte sowie besondere Privilegien. Die weiteren vier Personen stehen im dringenden Tatverdacht, das Netzwerk mittels eigens angemieteter Server kontinuierlich mit den neuen Daten der Warez-Szene versorgt zu haben. Darunter aktuelle Kinofilme, PC- und Konsolengames, Software und Musik.
Zur Erlangung weiterer Beweismittel beschlagnahmten die Beamten die stolze Summe von insgesamt sieben Rechnern, elf Festplatten, mehreren USB-Sticks, 870 CDs und DVDs sowie diverse Dokumente. Zeitgleich wurden im sächsischen Bennewitz Unterlagen bei einem Internetbezahldienst sichergestellt. Bei einem Erfurter Internetdienstanbieter gelang die Sicherung der Tracker-Datenbank, mit dessen Hilfe die Mitglieder dieser BitTorrent-Tauschbörse nun ermittelt werden sollen.
Allen sechs Hausdurchsuchungen liegen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken zugrunde. Auf ihren Antrag hin hatte das dortige Amtsgericht die Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Sämtliche Asservate werden derzeit durch IT-Spezialisten des Landeskriminalamtes Saarbrücken und der beteiligten Polizeibehörden ausgewertet.
Begonnen hatte das Verfahren wie üblich mit Internetermittlungen durch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) im Jahr 2007. Man entdeckte den so genannten Anti-Leech-Tracker, dessen Regeln den Nutzern vorschrieben, für jeden Download auch eine bestimmte Dateimenge illegal zum Upload zur Verfügung zu stellen. Zugang wurde generell erst nach einer E-Mail-Registrierung gewährt. Über 500 urheberrechtlich geschützte Werke sollen im Dezember 2007 in insgesamt 18 Kategorien zur Verfügung gestanden haben. Darunter auch damals aktuelle Kinofilme wie "Operation Kingdom" etc . Zu diesem Zeitpunkt waren bereits insgesamt 76,31 Terabyte dieser Raubmordkopien hoch und runtergeladen worden, was einer Datenmenge von annähernd 107.000 Film-DVDs im vergleichsweise kleinen XviD-Format entspricht. (Ghandy)
(via PM, danke!)
(Foto: Evrim Sen, danke!)
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Mistake71 am 05.09.2009 20:44:52: |
am 06.09.2009 23:37:45: |
-UnleashX- am 07.09.2009 02:34:46: |