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13. März 2008
GVU wieder fleißig Pay-ftp-Sitering in Sachsen ausgehebeltDie GVU hat offensichtlich einen neuen Typus Raubmordkopierer zum eigenen Feind erklärt. Nach der vor zirka vier Wochen vermeldeten Aktion der Kripo Essen gegen zwei geschlossene Pay-ftp-Serverringe wurde aktuell ein weiteres Netzwerk solcher Downloadserver hochgenommen. In diesem Fall erstreckte sich der Ring über Deutschland hinaus bis nach Frankreich. Seit dem 30. Januar durchsuchten Beamte Geschäftsräume von ISPs sowie zahlreiche Privatwohnungen. Nach Angaben der GVU soll es aktuell über zehn Server mit über fünf Terabyte gespeicherten Daten erwischt haben. Der Hauptverdächtige in diesem Verfahren soll den Ermittlungsbehörden wegen vergleichbarer Vergehen bereits aufgefallen sein. Bereits im Jahr 2005 leiteten die zuständigen Behörden schon einmal ein Strafverfahren gegen ihn ein. Im Verlauf dieses Verfahrens konnten die zuständigen Behörden 500 Kunden des Mannes ermitteln, die gegen Zahlung einer monatlichen Gebühr von rund 25 Euro Zugriff auf die ftp-Server erhielten. Dort lagen damals aktuelle Kinofilme sowie weitere Software zum Download bereit. In 2005 konnten Einnahmen von insgesamt 75.000 Euro ermittelt werden. Obwohl der Haupttäter Mitte 2007 angeklagt wurde und kurz vor der Hauptverhandlung steht, war er diesbezüglich wieder aktiv geworden. Jetzt ließ er die Server von Dritten anmieten, die im Gegenzug dafür freien Zugang zu den Warez erhielten. Alle anderen Nutzer zahlten weiterhin um 25 bis 30 Euro pro Monat. Nach entsprechenden Hinweisen eines ehemaligen Sitering-Mitglieds erfolgte dann ab Ende Januar der Zugriff durch die Kripo Sachsen. Denunzieren kann übrigens jeder, der sich auf die Website der GVU verirren sollte. "Auf dem Flohmarkt in Ihrer Stadt wurden Ihnen Filme oder Software angeboten, die Ihnen verdächtig erscheinen? In einem Auktionshaus sind Sie auf ein Angebot eines Filmes gestoßen, der bisher ausschließlich im Kino zu sehen ist? Sie sind in anderer Form auf illegale Angebote gestoßen?" Die GVU schätzt Ihre Mitarbeit und geht jedem Hinweis diskret nach. Ohne den konkreten Hinweis aus den eigenen Reihen des Serverrings hätten sich die Ermittlungen der GVU und Kriminalpolizei wahrscheinlich deutlich zäher dargestellt. Verwandte News
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