GVU: Beklagt mangelhafte Zusammenarbeit mit ISPs

gullinews am Sonntag, 25.05.2008 12:15 Uhr

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Christian Sommer, dem Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), gefällt das aktuelle Geschehen so ganz und gar nicht. Im Zuge der Bekämpfung der Internetkriminalität, sowie den ansteigenden existenzbedrohenden Problemen die daraus entstehen, erhofft sich Sommer viel mehr Kooperation und Zusammenspiel mit den Internet Providern. Diese sitzen ja an der Quelle der benötigten Informationen und abgesehen davon sollte es auch in ihrem ureigenem Interesse sein die Piraterie zu stoppen, wo es nur möglich sei.

Der GVU-Vorsitzende geht sogar so weit, dass er den Internetanbietern eine "Verweigerungshaltung" vorgeworfen hat. Seiner Meinung nach wird im Zuge der Pirateriebekämpfung einfach nicht ausreichend kooperiert. Es führe kein Weg daran vorbei, dies in Zukunft zu ändern. Die GVU sei auf die Mithilfe der Provider angewiesen und fordert diese auch ein. Auch auf Vorschläge, die beiden Seiten weiterhelfen könnten, warten die Urheberrechtsschützer der Filmindustrie noch immer.

"Bislang gibt es keinen einzigen konstruktiven Vorschlag aus der Branche, wie das existenzbedrohende Problem der hundert millionenfachen illegalen Downloads von Raubkopien im Internet angegangen werden kann", so Sommer gegenüber Heise. Dabei gehöre doch genau das zur Verantwortungspflicht der Kommunikationsindustrie, denn die Daten wandern ja über deren Leitungen auf die Kunden-Rechner. Ein derartiges Verhalten und eine solch ablehnende Haltung stößt bei Sommer auf absolutes Unverständnis. Ganz neue Vorgehensweisen müssten angeschlagen werden - weg von den alten und verstauben Geschäftsmodellen. Der legale Markt muss mehr gefördert und gemeinsame Lösungen müssen gefunden werden. Wirklich effektiv könne dies nur durch ein enges Zusammenspiel von Behörden und den Internetbetreibern verändert werden. Doch nicht nur die GVU drängt darauf, dass der Kampf gegen die Raubmordkopierer weiter fortschreitet. Auch die Musik- und Pornoindustrie ist stets daran interessiert, neue Möglichkeiten zu nutzen, um gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen. Hierbei setzen viele nun auf das sogenannte Durchsetzungsgesetz.

Bei diesem, vom Bundesrat abgesegnetem Gesetz, erhalten die Rechteinhaber zunächst einen Auskunftsanspruch gegenüber Internetanbietern. Dieses soll dann den Vorgang der Identitätsklärung um ein Vielfaches beschleunigen. Letzendlich bleibt die Entscheidung, ob die Benutzerdaten hinter einer IP herausgegeben werden, weiterhin beim zuständigen Richter. Ob der Einfluss einer Organisation wie der GVU auf die Internetanbieter reicht, um den Kampf gegen die Internet-Piraten auf einen neuen Level zu heben, wird sich zeigen.

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71 Reaktionen aus dem gulli:Board

elChupaCabra am 29.05.2008 17:25:35:
Wer hat Sie eigentlich Angestiftet Mandantengelder zu veruntreuen?...

titus_shg am 29.05.2008 17:31:53:
Mag mal einer schnell erklären wo die ISPs ein ureigenenes Interesse haben sollten, Filesharer zu fangen? Na ja, wahrscheinlich müssten die sowas wie mehr uneingeschränkte Solidarität im Kampf gegen den Terror zeigen..... :o Schliesslich könnten die ISP ja auch selbst ...

titus_shg am 29.05.2008 17:36:42:
Die werden es auch noch lernen. Nachdem es etwas Stress mit der Polizei gab, die mit einem Durchsuchungsbeschluss bei denen vor der Tür stand,...

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