Der Film behandelt die Geschichte des ehemaligen Guantanamo-Insassen Lakhdar Boumediene. Dieser beschreibt sehr detailliert, wie er in dem Lager von US-Soldaten und Geheimdienstangehörigen gefoltert wurde. Diese Berichte sind zwar in vieler Hinsicht schockierend, jedoch angesichts dessen, was über das Lager seit Jahren bekannt ist, kaum überraschend. Brisanter ist eine andere Aussage Boumedienes: Er behauptet, in dem Lager werde auch nach dem Amtsantritt Barack Obamas noch immer gefoltert. Nach Angaben Boumedienes hat sich in Guantanamo "nichts geändert". "Sie haben mich unter Obama mehr gefoltert als unter Bush", sagte er in der Dokumentation.
Der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen ist momentan nur schwer zu überprüfen. Nach Angaben Dan Rathers wirkt Boumediene glaubwürdig. Verantwortliche in Guantanamo allerdings dementierten die Anschuldigungen.
Rather betont allerdings, dass es sich bei der von Boumediene beschriebenen Folter innerhalb der letzten Monate nicht um Verhöre gehandelt habe. Vielmehr sei beispielsweise die Zwangsernährung im Hungerstreik befindlicher Insassen "so schmerzhaft und unangenehm wie möglich" gemacht worden. Außerdem hätten einige Wärter, die von der bevorstehenden Entlassung Boumedienes erfahren hatten, "eine Gelegenheit gesucht, ein paar letzte Grausamkeiten anzubringen".
Als Konsequenz aus diesen Aussagen und auch aus angeblich noch immer stattfindenden Misshandlungen Gefangener im Lager Bagram fordert Rather nun eine bessere Aufklärung der Zustände in diesen Lagern. Er beschuldigte die US-Regierung, nicht in allen Punkten die Wahrheit über die Zustände in Guantanamo gesagt und die Schwere der Misshandlung Gefangener heruntergespielt zu haben. (Annika Kremer)
(via Raw Story, thx!)
| 33 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
KidZler am 05.06.2009 16:21:21: |
woogli am 05.06.2009 17:03:56: |
Schattenspieler am 07.06.2009 03:40:38: |