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17. Februar 2006

GTA SA Prostituierte boykottieren, Shareholder klagen

Spannende Koalitionen gegen Hot Coffee

Der Aktienkurs des Grand Theft Auto: San Andreas-Vertriebs Take Two rutschten nach der Kontroverse um den Hot-Coffee-Patch drastisch ab: die Shareholder hatten wenig Vertrauen in die Publicity, die sich durch die umstrittenen, nur per Patch freischaltbaren Sexszenen für das Spiel ergab. Gratiswerbung ohne Ende, dafür jedoch verschärfte Altersfreigaben: ihren eigenen Pessimismus wollen nun Anteilseigner der Spieleschmiede per Klage versilbern. Zwei Sammelklagen wurden nun zusätzlich zu den bereits laufenden Prozessen eingereicht, einmal mehr wegen einiger fleischfarbener Pixel und deren offenbar verstörenden Auswirtkungen auf die Zockerseele.

Durch die Kontroversen um das Spiel hätten die Anleger Verluste hinnehmen müssen, so die Vertreter der Anklage. Take Two gab keine Stellungnahme zu dem Thema ab.

Eine weitere Aktion gegen den GTA-Vertrieb gesellt sich aus ungeahnten Lager zu den frustrierten Kapitalanlegern: Das Sex Workers Outreach Project, eine Vereinigung zur Stärkung der Rechte Prostituierter ruft zum Boykott des Spiels auf, im Unterschied zu den Anteilseignern mit vergleichsweise einleuchtenden Argumenten. GTA SA belohne das Misshandeln und Töten von Prostituierten und stelle sie als legitime Ziele von Gewalt und Mord dar. Die Diskussion um das Nachahmungspotential von Videospielen ist indessen endlos und hoffnungslos festgefahren.

Doch gerade angesichts der verschiedenen Gruppen, welche sich nun an derselben Seite der Front einfinden, tun sich spannende Möglichkeiten der Kooperation und Konfliktbewältigung auf. Fortbildungsmaßnahmen und Seminare zur sexuellen Entkrampfung christlich-fundamentalistisch verklemmter Kapitalanleger kommen einem ebenso in den Sinn wie die Aufnahme von InGame-Kampagnen zur stärkeren Akzeptanz sozial oder sexuell stigmatisierter Randgruppen. Eine klassische Win-Win-Situation, wenn man es recht bedenkt.

  • 20 Kommentare zum Artikel
  • Die Leute mussen auch was für ihr Geld tun...

    thedevil am 19.02.2006 10:51
  • kindergarten = doktorspiele teenies = erste mal ab 18 = hardcore mutter natur dachte sich schon was am sextrieb der menschen aber vielleicht sollten die leute nicht auf die spiele oder film industrie gehen sondern eher mal psychologie und verstand in die familien setzen und sich mit jeder schicht familie auseinandersetzen aber ich glaube dazu sind sie sich zu fein

    moddmich am 19.02.2006 11:44
  • Merkt euch, bei den Amis gilt: Brutalität & Gewalt -----> Gut Sex & Zärtlichkeit ------> Böse warum auch immer Sinn macht das nicht Ich find's schon ne kranke Ansicht, wenn man es lieber sieht, wie mehrere dutzend Menschen in nem Film erschossen werden, als wie ein neuer gezeugt wird.

    Bombsquad85 am 27.02.2006 21:09
  • aber naja die amis waren doch schon immer ein etwas seltsames volk : In Denver darf ein Hundefänger nur dann seinem Handwerk nachgehen, wenn er die Hunde durch Plakatanschläge in öffentlichen Parks ausdrücklich auf die drohende Gefahr hingewiesen hat. In Daytona Beach, ist es verboten öffentliche Mülleimer sexuell zu belästigen. also wer wundert sich schon darüber, nachdem er diese gesetze gelesen hat, dass die amis, wegen so einem ...

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