In der Regel bemerkt man die Musikindustrie durch ihr unermüdliches Bemühen, Filesharing zu beenden und in ihren aktuellen, selbst in Auftrag gegebenen statistischen Analysen ihren vermeintlichen Untergang zu betrauern. Diesmal jedoch geht es in eine völlig andere Richtung. Die Musikindustrie sieht eine neue Chance und zwar in der musikalischen Unterlegung von PC-Spielen.
Ein simples Konstrukt scheint die Methode zu sein. Man sei ein bekannter Spielehersteller wie Rockstar und bekommt prompt prognostiziert, dass das Spiel, welches man gerade herstellt, sämtliche Verkaufscharts brechen könnte.
Die Folge: ein Game, das einen neuen Rekord in puncto Soundtracks aufstellen wird, sowie einen dicken finanziellen Bonus für wenigstens eines der großen Major Labels. So getan hat es Rockstar, bei ihrem in Kürze erscheinenden Spiel "Grand Theft Auto IV" (GTA). Um den klanglichen Genuss zu optimieren, hat man kurzerhand einige Deals mit EMI abgeschlossen, und somit pro Track etwa 5.000 US-Dollar bezahlt. Für ein Master-Recording wurde dieselbe Summe noch einmal oben draufgelegt.
In Anbetracht der Tatsache, dass im Spiel wieder Radiosender vertreten sein werden, kann man sich das Ausmaß der Summe einmal grob selbst zusammenrechnen. Rockstar spricht von 16 Radiosendern, die man während der Fahrt hören kann. Jeder wird etwa 10 - 15 Tracks (wie bisher gewohnt) im Repertoire haben. Zur besseren Anpassung wurden noch bekannte DJs bzw. Künstler wie "Ruslana" engagiert, um den Radiomoderator zu spielen. Einige Techniker schickte man gar nach Jamaika, um dort originale Tonaufnahmen zu erzeugen, die Rufe im Hintergrund beinhalten sollten.
Den bisherigen Rekord von 156 Tracks in einem Spiel wird Rockstar also definitiv brechen werden.,
nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit EMI. Cynthia Sexton, Senior Vice-President der Marketing-Abteilung von EMI zufolge, hat die Anzahl an Vertragsabschlüssen zwischen Labels und diversen Spieleherstellern immens zugenommen und hält noch immer an. EMI selbst betrachte diese Involvierung in die Spieleindustrie als eine willkommene Abwechslung und eine großartige Chance, neue Vertriebswege zu erkunden und ihre Künstler zu präsentieren. Ein scheinbarer Wandel zu neuen Wegen scheint sich hier aufzutun. Es wird spannend sein abzuwarten, wie sich das Ganze weiter entwickelt. (Autor: Firebird77)
(via inquirer.de & yahoo.com)
der Soundtrack hat sich den Erfolg auf alle Fälle verdient
ja finde ich auch