gulli: GTA IV: Busunternehmen in Chicago muss Werbung entfernen
23. April 2008

GTA IV Busunternehmen in Chicago muss Werbung entfernen

Aufgrund der Berichterstattung des TV-Senders Fox News wird nun von den zuständigen Behörden erwirkt, dass die Werbung für das Spiel "GTA IV" auf den Bussen in Chicago wieder entfernt werden muss. Der Sender hatte die gewalttätigen Schusswechsel in Chicago des letzten Wochenendes, in dessen Verlauf 32 Personen verletzt und sechs getötet wurden, mit der Werbung für das Spiel in Verbindung gebracht.

Die skandalträchtige Berichterstattung des Senders brachte in Tränen aufgelöste Augenzeugen der Schusswechsel mit Szenen von Take-Two's "Grand Theft Auto IV" (GTA) in Verbindung und forderte, dass man die Werbung auf den Bussen und an den Haltestellen der Chicago Transit Authority (CTA) sofort einstellen soll.

Bereits im Jahr 2004 hatte man die Banner des Spiels von den öffentlichen Verkehrsmitteln Chicagos entfernen lassen. Wie bekannt wurde, wäre der Vertrag kurze Zeit später sowieso ausgelaufen. CTA reagierte, dass solche Anzeigen akzeptabel wären, solange sie inhaltlich zweifelsfrei sind. Neben dem eigentlichen Schriftzug und der Darstellung der Charaktere des Spiels ist auf den Werbeplakaten aber nichts zu sehen, von Gewaltdarstellungen keine Spur.

Eine kritisch eingestellte Mutter erklärte im Interview gegenüber Fox News, sie könne an der Werbung nichts Anrüchiges erkennen. Sie wäre für die Beaufsichtigung ihrer Kinder eh selber verantwortlich und brauche nicht den erhobenen Zeigefinger Dritter, die das für sie übernehmen wollen. Der Publisher Take Two war gegenüber dem TV-Sender bislang zu keiner Stellungnahme bereit.

Skurril ging es diesbezüglich auch kürzlich in Neuseeland zu. Der 17-jährige Modder Stacy O'Callaghan wollte auf den vierten Teil des Spiels nicht warten und versuchte seine Version von GTA authentischer zu gestalten. Dafür verzierte er die Streifenwagen und Uniformen der Polizei mit den echten und somit urheberrechtlich geschützten Logos. Auch wenn er dies ohne jede böse Absicht tat, wird derzeit gegen ihn ermittelt. Indes muss noch geklärt werden, ob sich das Urheberrecht auch auf Inhalte von Spielen erstreckt.

 

(Via Fox News, PcGames.de, PcGames.de)

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