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11. Mai 2007
Großbritannien Lügendetektoren gegen Sozialmissbrauch in PlanungTelefongespräche per Lügendetektor überwachen: Wer Sozialleistungen bezieht, soll bei Gesprächen mit den jeweiligen Sachbearbeitern auf den Wahrheitsgehalt seiner Angaben geprüft werden. Dies jedenfalls ein Vorschlag des Amtes für Arbeit und Renten in Großbritannien. Opposition und Gewerkschaften kritisieren die Pläne scharf. Missbrauch und Erschleichung von Sozialleistungen soll durch den Lügendetektoreinsatz vermindert werden, so die Hoffnungen der Befürworter. Die Gegner weisen auf die Unzuverlässigkeit entsprechender Technik hin und hält das gesamte Projekt für möglicherweise illegal sei und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Im Gegensatz zum Skype-Detektor wäre den Betroffenen natürlich bekannt, dass ihr Gespräch auf Lügen geprüft wird - gerade das würde die Technik - abgesehen von der entwürdigenden Praxis - sinnlos machen. Das Bewusstsein, überprüft zu werden, schaffe gerade bei ehrlichen Bürgern Nervosität, die Lügendetektoren ansprechen lassen können, während skrupellose Betrüger entsprechende Tests leichter bestehen.
Dass die technische Umsetzung kaum möglich sein wird, ist jedoch aus anderer Perspektive durchaus bedauerlich. Denn statt dem Aufspüren nicht gemeldeter 50 zusätzlicher Pfund schwarz fürs Rasenmähen könnte die Technik durchaus in anderen Feldern interessante Ergebnisse zeitigen. Felder für Pilotversuche gäbe es genug. Warum keine Parlamentsdebatten prüfen? Wahlansprachen? Aufsichtratberichte, Aktionärskonferenzen... die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Verwandte News
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