Beim Waterboarding wird dem Betroffenen das Gefühl gegeben, zu ertrinken. Dies löst beim Opfer sofort Panik aus. Traurige Berühmtheit erlangte diese Praktik durch ihre Anwendung durch US-Behörden gegenüber Terrorverdächtigen, insbesondere in Guantanamo. Nach Jahren haben kürzlich erstmals Angehörige der Bush-Regierung Waterboarding als Folter bezeichnet, nachdem diese Definition zuvor nur von Menschenrechtsgruppen und Gegnern der Praktik (sowie einigen Personen, die sich einem Selbstversuch unterzogen hatten) angewendet wurde.
Welche Praktik die Polizisten in England benutzt haben sollen, wird von verschiedenen Quellen unterschiedlich berichtet. Die Times gibt an, die Polizisten hätten Wasser über ein Tuch gegossen und dieses über dem Gesicht der Verdächtigen platziert, während die Daily Mail angab, man hätte die Verdächtigen mit dem Kopf in einen Wassereimer getaucht. Wie diese widersprüchlichen Angaben zustande kommen, ist unklar. Einig sind sich alle Quellen jedoch, dass diejenigen, bei denen Waterboarding praktiziert wurde, wegen Drogendelikten (die Rede ist in einem Fall vom Besitz einer großen Menge Marihuana) festgenommen wurden. In einer Email nahm die Polizeibehörde Scotland Yard Stellung zu den Vorwürfen. Dabei hält man sich allerdings bedeckt. Es sei "unangemessen, Spekulationen anzustellen, was die Polizisten getan haben", erklärte man. Man nehme die Anschuldigungen allerdings sehr ernst und sei besorgt deswegen.
Sollten sich die Verdächte bewahrheiten, werde man "die strengsten möglichen Maßnahmen ergreifen", versicherte Scotland Yard. Der Sprecher, der anonym blieb, konnte nicht auf weitere Details Bezug nehmen, da der Fall gerade untersucht wird. In Großbritannien gilt Waterboarding als Folter und ist dementsprechend verboten. (Annika Kremer) (via The Guardian, thx!)
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hackint0sh am 10.06.2009 12:56:18: |
FlyDragon am 10.06.2009 14:22:52: |
Boardurlaub am 11.06.2009 11:09:05: |