gullinews am Montag, 03.12.2007 23:09 Uhr
Das zeitaufwendige Sichten des Filmmaterials durch menschliches Personal soll umgangen werden. Man will aus der visuellen Auswertung des Bildmaterials eine kriminaltechnisch anerkannte Disziplin wie das Identifizieren von Fingerabdrücken oder die DNA-Analyse machen, so Kriminalkommissar Mick Neville von der "Operation Javelin". David McIntosh von der Firma OmniPerception, die diese Technik entwickelt: "Die einzige Sache, bei der die meisten Kriminellen schlau genug sind, ist die Tatsache, dass sie ihr Gesicht nicht grinsenderweise in die Kamera halten sollten."
Die Polizei geht von der Annahme aus, die meisten Täter tragen oftmals charakteristische Klamotten von den immer gleichen Herstellern. Wenn also im Film der Überwachungskamera das Gesicht eines Hooligans durch andere Personen verdeckt ist, hofft man auf dessen Identifikation nur aufgrund seiner Anziehsachen. McIntosh weiter:
"Was auch immer sie tun, sie tendieren dazu in einer Art Uniform rauszugehen. Wenn als einmal jemand sein Kapuzenshirt trägt, kannst du sicher sein, er wird es erneut tragen, wenn er dann eine Straftat begeht." Selbst geringfügige Unterschiede im persönlichen Stil der gefilmten Personen lassen sich angeblich mit der Software herausarbeiten.
"Die Intention ist, wir wollen, dass sich die Kriminellen vor den Kameras fürchten. Wenn sich die Kriminellen davor fürchten und die Öffentlichkeit sicherer fühlt, haben sich unsere Investitionen schon gelohnt", so ein leitender Chefinspektor weiter.
Stellt sich die allerdings die Frage, ob eine Identifikationen ganz ohne Aufnahme des Gesichtes vor Gericht als Beweis zählen wird. Die Beamten werden diese zumindest als Indiz werten. Der Vorteil für die Ordnungshüter liegt aber auf der Hand. Die Polizei Großbritanniens kann nachträglich endlich ihrer umfangreichen visuellen Überwachung per Closed Circuit Television (CCTV) einen Sinn geben. Das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger des Inselstaates wird sich ebenfalls dadurch verändern. Sie werden sich beim nächsten Besuch beim Spiel ihrer Lieblingsmannschaft doppelt gut überlegen, welche Anziehsachen sie tragen. Alleine ein dunkles Hoodie, also ein Kapuzenshirt mit den üblichen Logos und Verzierungen könnte auf Dauer für den Träger problematisch werden.
(Bild: Das Objekt der Begierde, ein Hoodie. Quelle)
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Pidgin am 04.12.2007 23:17:02: |
ATeKa am 04.12.2007 23:23:59: |
Ghandy am 06.12.2007 12:20:36: |
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