gullinews am Montag, 02.06.2008 12:10 Uhr
Zunächst hält der in Großbritannien lebende IT-Experte die Aussagen eines Sicherheitsmitarbeiters für einen Scherz. Der erklärt ihm, das wäre Megatron mit Kanone auf seinem T-Shirt und so könne er ihn nicht am Flug teilnehmen lassen. Obwohl der Reisende das Motiv seiner Oberbekleidung nicht für anstößig oder aggressiv hält, tauscht er das T-Shirt gegen ein anderes, mit einem friedlicheren Muster aus.
Zuvor lässt er sich den Vorgesetzten in der Hoffnung kommen, dieser könnte ein Einsehen haben. Der Leiter der Security erklärt ihm, er würde für seine Inhaftierung sorgen, würde der Mann im Flughafen erneut sein T-Shirt mit dem Transformers Motiv tragen. Brad Jayakody erklärt ihm, er will keine Zeit mit Diskussionen mit ihm verschwenden, das wäre er den Aufwand nicht wert. Ein Sprecher gab später bekannt, dass wenn T-Shirts eine beleidigende Aussage oder das Zeichen einer Bombe beinhalten würde, würde man die Fluggäste bitten, diese auszuziehen. Die Flughafenverwaltung würde nach eigenen Aussagen aktuell überprüfen, ob Optimus Prime auch unter diese Kategorie fällt.
In 2007 gab es einen vergleichbaren Zwischenfall im Flughafen London-Gatwick, wo eine Frau Probleme wegen eines Sandwichs mit Rindfleisch bekam. Noch letzte Woche wurde in Kanada eine Studentin wegen eines Amuletts in Pistolenform festgehalten. Es stellt sich in der Tat die Frage, was der junge Mann mit seinem Kleidungsstück hätte anstellen sollen. Kann man ein Flugzeug mit einem Gewehr auf dem T-Shirt entführen, den Kapitän damit bedrohen, oder ältere Passanten damit erschrecken? Die dürften vom dem, was sich ihnen in den Straßen der Großstädte Großbritanniens darstellt, ganz andere Dinge gewohnt sein.
Dem Mann lag es schon auf der Zunge, den Sicherheitsmännern zu sagen, sie sollen ihn wegen dieser Lächerlichkeit doch bitte inhaftieren. Besser hätte man es der Öffentlichkeit nicht vor Augen führen können, wie sinnlos sich manche Aktionen der Flughafensicherheit darstellen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass sich zwei der fünf Kollegen weigerten, die Story öffentlich zu bestätigen. Sie befürchten von der Security auf eine schwarze Liste gesetzt zu werden, was den Vielfliegern künftig unter Umständen jede Menge extra Untersuchungen, eine Sonderbehandlung etc. eingebrockt hätte. Der Betroffene selbst ging mit der Geschichte an die Öffentlichkeit. Zunächst berichtete er auf seinem Blog darüber, heute hat die Boulevardzeitung The Sun darüber berichtet.
(via BoingBoing, thx!)
| 65 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
Project_2501 am 13.07.2008 17:58:21: |
titus_shg am 13.07.2008 18:00:29: |
titus_shg am 16.07.2008 21:27:37: |