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04. Februar 2008

Großbritannien FAST plant Verfolgung von Filesharern im Großformat

Die bereits im Jahr 1984 gegründete britische Antipiratenorganisation Federation Against Software Theft (FAST) gab kürzlich bekannt, dass sie jetzt die dritte Phase der 'Operation Tracker' beginnen würden. Mit einer leicht modifizierten Version eines BitTorrent-Clients will man über einen längeren Zeitpunkt die Briten beim Filesharing beobachten, um später deren Verfolgung und Bestrafung aufzunehmen. Beliebtes Ziel der Organisation waren in der Vergangenheit vor allem Firmen. Die Geschäftsführer der beklagten Unternehmen waren zum Schutz der eigenen Reputation häufig bereit, hohe Bußgelder ohne viel Gegenwehr zu zahlen.

Phase 3 der 'Operation Tracker' soll im Gießkannensystem eine möglichst hohe Anzahl von britischen Filesharern identifizieren.

Die so genannten "Undercover Untersuchungen" sind nichts weiter als eine langfristige Überwachung der Aktivitäten in den Tauschbörsen der britischen Insel. Selbst bezeichnet man den umgeschriebenen BitTorrent-Client hochtrabend als Überwachungskamera des Internet. Mit der Auswertung der Ergebnisse will man sich viel Zeit lassen. Zunächst steht die Sammlung von Daten der dortigen P2P-Börsen im Vordergrund.

Auslöser könnten die Ergebnisse einer Umfrage von YouGov sein, bei nur 2% der befragten Inselbewohner angaben, sie könnten beim Diebstahl von Software auch erwischt werden. Vielleicht ist Phase Drei vielmehr eine Aktion, die in den Medien auftauchen und bei den Bürgern für Unsicherheit sorgen soll, als das FAST tatsächlich die Verfolgung in solchen Dimensionen aufnimmt.

Die Organisation selbst ist in der Vergangenheit häufiger in Ungnade gefallen, weil unklar bleibt, ob es sich dabei um ein gewinnorientiertes Unternehmen oder um einen Verein handelt. Manche der Ziele erinnern an einen karitativen Verein, andere stellten in der Vergangenheit primär sicher, dass sich vor allem die Kassen der FAST pirateBetreiber mit überzogenen Bußgeldern füllten.

 

Ethisch fragwürdig oder nicht: Hüben wie drüben wird es höchste Zeit für anonymes Filesharing in angemessener Geschwindigkeit, welches für solche Unternehmen zudem eine Verfolgung der Teilnehmer unmöglich machen würde. (via TorrentFreak.com)

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