gullinews am Dienstag, 03.06.2008 19:38 Uhr
Der englischen Zeitung "The Daily Mail" ist es gelungen, den nächsten großen Überwachungsskandal aufzudecken. Aus einem umfassenden Bericht geht hervor, wie Vodafone im Jahr 2006 systematisch seinen eigenen Vorstand überwachen ließ. Primär aus Angst davor, dass die falschen Informationen an die Presse gelangen könnten, wurden Verbindungsdaten von Mobiltelefonen aufgezeichnet.
Man wollte damit beweisen, dass auch im Kreis der Führungskräfte nicht davor zurückgeschreckt wird, die Presse mit brisantem Material zu versorgen. Ein Pressesprecher der Telefongesellschaft bestätigte dies heute früh offiziell.
Es habe Nachforschungen gegeben und diese sollten, ähnlich wie bei der Telekom, dazu dienen, die Schwachstellen im Unternehmen ausfindig zu machen. Das OK für die Operation gab es, paradoxerweise, von ganz oben. Es wurde darüber abgestimmt und einstimmig beschlossen etwas genauer auf die telefonischen Verhaltensweisen der Mitarbeiter zu achten. Respektive ließ sich das oberste Management also selber überwachen.
Aufgezeichnet wurden allerdings keine Gesprächsinhalte, sondern wie auch hier in Deutschland, nur wer angerufen wurde. Aber das reichte schon aus, um herauszufinden, wer sich gerne mit Journalisten kurzgeschlossen hat. Dem Pressesprecher zufolge seien zuvor nie derartige Maßnahmen ergriffen worden. Allerdings blieben sämtliche Ermittlungen erfolglos, ohne Überwachung wurde keine Lücke entdeckt. Weil alle wichtigen Personen von dem Vorhaben unterrichtet waren, wäre es äußerst blauäugig gewesen, einem Journalisten sensible Informationen mitzuteilen. Dafür gibt es nun wirklich andere Mittel und Wege. Auf jeden Fall kann Vodafone nun der Telekom, dem Konzern Deutsche Bahn und HP die Hand schütteln, denn betriebliche Überwachung ist ganz groß in Mode. Und auch dies nicht erst seit gestern.
(via theregister.co.uk, thx)
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Mr. Frost am 04.06.2008 18:03:34: |
Ghandy am 05.06.2008 22:31:22: |
am 05.06.2008 22:58:37: |