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27. März 2008
Großbritannien Altersfreigabe für Spiele soll überdacht werdenDie Altersfreigaben sollen in Großbritannien überarbeitet werden, um es Eltern wie Jugendlichen leichter zu machen, diese zu durchschauen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die von der Psychologin Dr. Tanja Bryon im Auftrag der Regierung durchgeführt wurde. Sperren sollen es so den britischen Kindern unmöglich machen ohne die Aufsicht ihrer Eltern Spiele zu spielen, die nicht für ihr Alter gedacht sind. Auch das Internet soll nach Inhalten durchsucht werden, vor denen man die die jüngeren Surfer bewahren will. Bislang wurden die Spiele nur dahingehend untersucht, ob sie sexuelle oder gewalttätige Inhalte darbieten. Die geforderte Einführung einer generellen Prüfung aller Spiele ab einem Alter von 12 Jahren würde einen enormen Aufwand nach sich ziehen. Im Moment werden lediglich rund 100 Games pro Jahr eingestuft. Auch will man sich künftig enger an die Pan-European Game Information (PEGI) halten. Das europäische PEGI-System besteht aus zwei Teilen: einer Altersempfehlung für Käufer und einer Inhaltsbeurteilung, die durch verschiedene Symbole auf der Verpackung dargestellt wird. So soll mit entsprechenden Symbolen unter anderem auf die Verwendung vulgärer Sprache, Glücksspielelemente oder die Darstellung von Drogenkonsum hingewiesen werden. Die Alterseinstufungen gehen ab 3+ los, manche Spiele werden ab 7, 12, 16 oder erst ab 18 Jahren freigegeben. Die Psychologin spricht sich für ein einheitliches Set von Symbolen auf den Verpackungen für Spielfilme und Computerspiele aus. Sie fordert von der Spieleindustrie, sie soll mehr Verantwortung für Minderjährige bei der Veröffentlichung ihrer Spieletitel übernehmen. Diese sollen zukünftig auch insofern reguliert werden, in welcher Form sie für ihre Spiele werben dürfen. Auch werden technische Sperren in Spielen gefordert, damit die minderjährigen Kinder nicht unbeobachtet die Konsolenspiele der Erwachsenen ausprobieren können. In den Ohren vieler Zuhörer dürften solche Forderungen nach einem vermehrten Ruf nach staatlicher Zensur klingen. Auch bleibt unklar, wie die Psychologin die Kids und Jugendlichen vor den ihrer Meinung nach schädlichen Inhalten schützen will. Werden hier erneut Grundlagen gelegt, um den Zugang zu Websites zu sperren? Wie soll eine eventuelle Strafe für die beteiligten Eltern aussehen, wenn deren Kinder im Web mit Bildern mit viel nackter Haut konfrontiert werden? Ist es in der Werbung nicht schon jetzt gängige Praxis mehr und mehr die Hüllen fallen zu lassen und den Geschlechtsakt zumindest anzudeuten? Auf was werden die schützenswerten Jugendlichen treffen, was sie nicht eh schon selber erlebt haben oder später erleben werden? Mehr Information anzubieten ist eine sinnvolle Forderung. Aber die Informationen alleine werden an den Inhalten des Internet außerhalb der britischen Insel kaum etwas ändern können. Kontrolle durch technische Sperren in Spielen, Korrektur und Zensur - das scheint sich eher hinter den Forderungen der Untersuchung zu verbergen. (Via BBC News) Verwandte News
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