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25. März 2008

Griechenland Olympisches Feuer wichtiger als Menschenrechte?

Drei Aktivisten von Reporter ohne Grenzen haben gestern beim Entzünden der Olympischen Flamme im griechischen Olympia das schwarze ROG-Banner mit den Olympischen Ringen als Handschellen entrollt. Sie wurden vor den Augen der zahlreichen Kameras festgenommen, sind aber inzwischen auf Kaution wieder frei. Das Verfahren gegen sie wurde für den 29. Mai in Pygros, 50 Kilometer nördlich von Olympia, angesetzt.

Den Demonstranten wird vorgeworfen, die "nationale Symbole verletzt" zu haben.

Gemäß Artikel 361 des griechischen Strafgesetzbuches könnten sie bis zu einem Jahr Gefängnis und einer entsprechenden Geldstrafe verurteilt werden. Mit der Aktion wollte man weder den Olympischen Geist noch Griechenland als Nation attackieren. "Wir haben lediglich gegen die zunehmenden Repressionen in China protestiert. Wir lassen nicht zu, dass die chinesische Regierung nach der Olympischen Flamme - einem Symbol des Friedens - greift, ohne dass wir die dramatische Lage der Menschenrechte in dem Land anprangern. Menschenrechte sind heiliger als das Olympische Feuer", so das offizielle Statement der Reporter ohne Grenzen (ROG). "Das Internationale Olympische Komitee muss von China die Wahrung der Menschenrechte einfordern", so die ROG weiter.

Die Organisation fordert, dass ausländische Journalisten wieder nach Tibet einreisen dürfen, um über die dortigen Geschehnisse berichten zu können. Derzeit findet die Unterdrückung der Proteste durch die chinesische Regierung hinter verschlossenen Türen statt. Vor wenigen Tagen wurden die Journalisten Georg Blume (Die Zeit, taz) und Kristin Kupfer (epd, Profil) aus Tibet ausgewiesen. Die Beiden waren offensichtlich die letzten ausländischen Korrespondenten vor Ort. Offensichtlich will man in Tibet keine Zeugen mehr erlauben. An der Protestaktion zum "Internationalen Tag für freie Meinungsäußerung im Internet" haben nach Angaben der ROG 21.000 Personen teilgenommen, teilweise gingen die Server der Organisation wegen dem Ansturm stark in die Knie. Die Teilnehmer erstellten virtuelle Figuren mit Plakaten gegen Internetzensur und für die Freilassung inhaftierter Online-Dissidenten und demonstrierten so virtuell in neun Ländern: Burma, China, Kuba, Ägypten, Eritrea, Nordkorea, Tunesien, Turkmenistan und Vietnam.

Weitere Aktionen und Mitteilungen kann man auf der Website der ROG einsehen.

  • naja den ganzen trubel um die olympischen spiele habe ich sowieso nie verstanden... und wieso gehen auf einmal alle auf china los? vor ein paar Jahren war es den meißten sowieso egal was dort vorsich ging... zumindest ich bin der meinung das china auf dem richtigen weg ist, zwar benutzen sie die falschen mittel aber sie sind auf dem richtigen weg das lässt sich nich leugnen außer dem finde ich das was in afrika abgeht viel schlimmer der ...

  • Dieses Anti-China-Gelaber ist eh nur pure Heuchelei. Was änderts, wenn ich z.B. darauf verzichte, mir die Spiele anzuschauen? Richtig: Nix. China interessierts einen Dreck China ist eine vollwertige Weltmacht und hat uns in Punkto Wirtschaft schon lange überholt. Wie oft haben denn schon Politiker die Menschenrechtslage halbherzig angeprangert und wieviel ist dabei rumgekommen? Einen wirksamen Boykott wird es nie geben, da man sich aus Angst ...

    The | Commander am 16.05.2008 14:23
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