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06. März 2008

Goolag cDc-Tool findet Porno auf chinesischen Regierungsservern

"Google Dorks" ist der Slangbegriff für nicht unbedingt absichtlich via Google zu findende Webinhalte, die man mit etwas spezielleren Suchanfragen finden kann. Mit "Goolag" hat der Cult of the Dead Cow ein Tool herausgebracht, mit dem sich vom vergessenen pr0n bis hin zu vertraulichen Dokumenten Files via Google finden lassen, welche die Besitzer nicht unbedingt für die Öffentlichkeit gedacht hatten. Erster offizieller Goolag-Testlauf des cDc: Pornografie auf chinesischen Regierungssites, Sicherheitslücken in US-Servern.

In beiden Fällen waren die US-Hacker erfolgreich. Auch in China sind zahlreiche Google Dorks zu finden, ironischerweise auf offiziellen Servern der chinesischen Regierung. Dass ein Regime, welches in Bezug auf "verderbliche" Netzinhalte gern restriktiv gibt, seinen eigenen Apparat so wenig im Griff hat, lässt tief blicken, beruhigt aber auch irgendwie: auch dort sind offenbar Menschen am Werk, die technisch nicht immer sonderlich kompetent sind und weiter auch auf die üblichen Inhalte stehen, die auch im Westen gelegentlich für Debatten sorgen: Pornografie, peinliche Partybilder und so weiter.

Manga bzw. Hentai auf chinesischen Servern der Regierung, via Goolag, cDc(Mangas sind auch in China ein Teil der Populärkultur. Bild: gov.cn)

Die offizielle Seite der chinesischen Regierung kommt zumindest auf Englisch ganz seriös daher, aber auf diversen Subdomains findet sich pikantes Material. Der cDc selber verlinkt nur Material, das jugendfrei daherkommt, behauptet jedoch, "terabyteweise" Porncontent auf chinesischen Regierungsrechnern gefunden zu haben. Der eben auch bei Google indexiert und mit Goolag zu finden sei.

In Bezug auf die ebenfalls durchgeführte Suche nach kritischen Lücken auf US-Servern gab man sich staatstragender: im Unterschied zur Vorgehensweise im Fall des chinesischen Zensurregimes hat man sich hier darauf beschränkt, dem Departement of Homeland Security eine Reihe von Hinweisen zu geben, was sich alles auf offiziellen US-Regierungsservern via Google finden läßt. Informiert hat man außerdem "einige ausgewählte Security-Experten, Journalisten und NGOs".

Wobei es auch nicht mehr unbedingt notwendig ist, US-Geheimnisse öffentlich zu verbreiten. Das macht beispielsweise die US Air Force ja auch bereits seit Jahren per Email.

  • 21 Kommentare zum Artikel
  • Wie funktioniert das Programm technisch?

  • Zitat: Zitat von D945  vll gucken sich die regierungsleuts von china japanische hentais an machen viele hier in deutschland bestimmt auch das ist eine argumentation der man nichts entgegensetzen kann @Pulmol: ganz ehrlich: hör bitte auf soviele smilies zu posten, kommt gar nicht gut Zitat: Zitat von Worlder  Da denkt wohl eienr gleich an KiPo... Das ...

    Wandang am 26.03.2008 05:02
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