gulli: Google: Kritisiert geplanten Zahlungsverkehr von eBay anonym

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31. Mai 2008

Google Kritisiert geplanten Zahlungsverkehr von eBay anonym

Das Vorhaben des australischen eBay-Ablegers, künftig den gesamten Zahlungsverkehr ausschließlich über Paypal abwickeln zu wollen, stieß bei der Öffentlichkeit auf heftige Kritik. Eine derartige Einschränkung möchten weder die Kunden noch die Kreditinstitutionen ohne weiteres hinnehmen. Ein 38-seitiges Beschwerdeschreiben wurde darauf hin in Australien veröffentlicht. Nun stellte sich heraus, dass kein Geringerer als Google dahinter stecken soll.

Sollte der gesamte Zahlungsverkehr, der über eBay gekauften Waren, künftig nur noch über PayPal laufen, so hätte dies einen großen Vorteil für das Onlineauktionshaus. Es wäre alles unter einem Dach und PayPal würde noch mehr Nutzer für sich gewinnen können. Offensichtlich ist dieses Vorhaben aber gar nicht im Sinne der Kunden, diese wünschen sich bei weitem mehr Flexibilität und eine größere Auswahl hinsichtlich der Bezahlungsmöglichkeiten.

Neben der Vielzahl von Kritiken, die das Unternehmen erreichten, war auch ein ganz besonderes Exemplar dabei. Satte 38 Seiten hat das Dokument, in dem das Vorhaben massiv kritisiert wurde. Es hat nicht sonderlich lange gedauert, bis der Verfasser dieses Dokuments ausfindig gemacht werden konnte. Anhand der Metadaten der PDF-Datei war ersichtlich, dass das Dokument auf das Konto von keinem Geringeren als Google geht. Die Worte "Microsoft Word - 204481916_1_ACCC Submission by Google re eBay Public_2_.DOC" belegen eindeutig, von wem das Dokument erstellt wurde. Für einige Stunden konnte sich jeder auf der Webseite der ACCC (Australian Competition and Consumer Commission) die originale Datei, inklusive der Metainfos herunterladen. Als es jedoch publik wurde, welch pikante Informationen bezüglich des Absenders enthalten sind, wurde die Datei entfernt. Wenige Stunden später wurde die Datei erneut hochgeladen. Diesmal aber ohne diese aussagekräftige Zeile.

Der Suchmaschinengigant selbst verfügt über ein ähnliches Zahlungssystem mit Namen Checkout. Weil seit Kurzem die Straftaten hinsichtlich des Onlinebetruges Ausmaße angenommen haben, die nicht nur für eBay selbst äußert bedenklich sind, hat sich das Unternehmen entschlossen, eben nur noch die etwas sicherere Methode über Paypal anzubieten. paypalStrikt nach dem Motto: alles für den Verbraucher und zu seinem Schutz. Eine offizielle Antwort auf die Geschehnisse von eBay gibt es noch nicht, die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

(via smh.com.au, thx)

  • Wie kann man sich denn die Metadaten einer PDF-Datei ansehen und/oder entfernen?

    SayinJin am 01.06.2008 16:13
  • Was eBay macht ist nichts weiter als sein Monopol zu nutzen. Paypal bedeutet für eBay leicht verdientes Geld und der Käuferschutz ist genau so mangelhaft wie früher bei eBay selber. Aber sind wir mal ehrlich, eine große Zahl will es so. Die zahlen gerne zusätzliche Gebühren und sei es nur aus Dummheit. :-( Wer weiß, vielleicht darf man in ein paar Jahren seine Waren aus Sicherheitsgründen des Käuferschutzes nur noch über eine einzige ...

    Abtprimas am 06.06.2008 11:06
  • Zitat: Zitat von Abtprimas  Aber sind wir mal ehrlich, eine große Zahl will es so. Die zahlen gerne zusätzliche Gebühren und sei es nur aus Dummheit. :-( Ich für meinen Teil nutze Ebay seit Beginn und in 90% aller Fälle in Verbindung mit Paypal. Gerade bei Auktionen wo der Verkäufer im Ausland sitzt, habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Ebay / PayPal Käuferschutz gemacht. PayPal vereinfacht ...

    nicknaim am 06.06.2008 13:17
  • Zitat: Zitat von Abtprimas  Wer weiß, vielleicht darf man in ein paar Jahren seine Waren aus Sicherheitsgründen des Käuferschutzes nur noch über eine einzige Firma versenden...? Und wieder ein paar Jahre später darf man dann -ebenfalls aus "Sicherheitsgründen"- seine Waren online nur noch über Ebay anbieten, oder? MfG Andy

    titus_shg am 06.06.2008 15:10
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