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12. Mai 2005

Google die Webmaster sind schuld

Download des WebAccelerators wegen Sicherheitsproblemen gestoppt

Den schwer in die Kritik geratene WebAccelerator Googles, der kurz nach Erscheinen bereits für Anwenderprobleme gesorgt hatte, kann inzwischen nicht mehr bei Google heruntergeladen werden - zunächst müsse an der Lösung der Probleme gearbeitet werden, die bei der Nutzung des Tools entstehen, so Google.

Ob nun aber Google oder der Rest des WWW diese Aufgabe übernehmen soll, bleibt nach den Aussagen Marissa Mayers aus der Verbraucherabteilung Googles recht uneindeutig. In einem Interview in eWeek erklärt Mayer, zahlreiche Probleme entstünden dadurch, wie manche Websites ihre Cache-Control-Header implementiert haben, die Informationen beispielsweise für die Spracheinstellung des Browsers übergeben. Google nutze diese Header, um festzustellen, ob eine Seite nur für einen bestimmten Nutzer zugänglich sein solle, in dem Fall würde Google die Seite nicht in ihrem Cache zwischenspeichern. Fehlerhafte Header führten jedoch zum Caching auch von nur bestimmten Usern zugänglichen Seiten und der anschließenden Sichtbarkeit für andere Nutzer des Surfbeschleunigers.
Weiter plane Google entsprechend, "...die Webmaster der betroffenen Seiten über die Notwendigkeit der Korrektur ihrer Cache-Control - Header zu benachrichtigen, wie auch innerhalb des Web Accelerators an Lösungen zu arbeiten", so Mayer. Wonach man sich fragt, ob sich nun Googles Tool den Gegebenheiten im Internet anpassen soll oder vielmehr das Netz sich entsprechend an die Tools Googles anzupassen habe.

Mayer sagte weiterhin, der größte Teil der Problemberichte scheine substanzlos - mutig angesichts beispielsweise des Berichts bei 37Signals. Dort wird beschrieben, wie der Accelerator einerseits auch Links der Art "Diesen Text löschen?" mit seinem Prefetch aufruft und anschließende JavaScript-Popup - Warnungen ignoriert und den Löschlink betätigt. Auf dieses Problem bezogen hielt Mayer es für möglich, dass manche Seiten nicht dem Webstandard entsprechen, den der WebAccelerator verwende. Weiterhin sei das Produkt ja auch eine Beta.

Eine Beta ist der Surfbeschleuniger allemal - und wie Jason Fried von 37signals sagt: es gehe überhaupt nicht um die Fehler in einer Betaversion selbst - sondern darum, wie Google auf solche Fehler reagiert.

Die Frage stellt sich dann natürlich, ob das Verweisen auf die angebliche Schuld von Webmastern bei den beobachteten Problemen eines ohnehin bedenklichen Tools dem "Don't be evil" - Motto Googles wirklich noch entspricht.

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