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09. November 2006

Google dementiert 500 Millionen-Rücklage für Klagen gegen YouTube

Selbstbewusst gibt sich Google: Gerüchte, dass YouTube 500 Millionen Dollar des Kaufpreises für mögliche Klagekosten zurückgelegt hätte, dementierte CEO Eric Schmidt. Medienunternehmer Mark Cuban behauptete, die Insiderinformation aus einer Quelle erhalten zu haben, der er vertraue. Von einem Dementi des ebenfalls gefallenen Vorwurfs, dass der Deal YouTubes mit drei der vier großen Labels die Musiker im Regen stehen ließ, war hingegen keine Rede.

Für 1,65 Milliarden hatte Google YouTube übernommen. Cuban kritisierte mehrfach den Deal, den er als idiotisch betrachtet. Einige Zeit nach dem Kauf gab er an, von einem Industrieinsider die kritischen Informationen bekommen zu haben. Demnach sei eine halbe Milliarde für mögliche Rechtsstreitigkeiten wegen Copyrightverletzungen durch YouTube beiseite gelegt worden.

Im Interview mit John Battelle dementierte Google-CEO Schmidt nun, dass "eine sehr große Summe Geld zurückgelegt wurde, um sich Frieden mit großen Medienunternehmen zu erkaufen". Auf die Frage nach dem Fortschritt Googles beim Lizensieren von Medieninhalten auf YouTube mache, antwortete Schmidt, man habe "so viele Medienunternehmen wie möglich kontaktiert", um entsprechende Deals auszuhandeln.

Von den stillen Beteiligungen, mit denen sich drei der vier großen Labels bei YouTube einkauften und sich am warmen Regen des Google-Gelds beteiligten, war keine Rede. Cuban berichtete, mit dem Einstieg würden die Labels Auszahlungen von Lizenzgebühren an Musiker vermeiden. Eine Unternehmensbeteiligung sei eine reine Geldanlage, deren Einkünfte die Labels in ihre eigene Tasche stecken könnten. Einnahmen durch die kostenpflichtige Lizensierung von Musikvideos hätten hingegen zum Teil an die Künstler weitergereicht werden müssen.

Das zu dementieren, ist indessen auch nicht Googles Job.

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