gulli: Google: Chrome öffnet sich für Erweiterungen

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02. Dezember 2008

Google Chrome öffnet sich für Erweiterungen

Die Chrome-Entwickler schlagen neue Wege ein, um die Verbreitung und Popularität des hauseigenen Browsers zu steigern. Aus diesem Grund setzt man derzeit auf die Entwicklung bzw. Öffnung des Browsers in Bezug auf seine Erweiterungen. Chrome bringt bislang einige grundlegende Features mit. Nun soll der Browser mit einem Grundgerüst für Extensions ausgerüstet werden.

Aus der Google Chromium Dokumentation geht eine Roadmap für die Integration von Extensions für den Browser hervor. Dabei legen die Entwickler das wesentliche Augenmerk darauf, dass man zwar alle Erweiterungen völlig frei einbinden kann, das Programm selbst aber nicht zu sehr beeinflusst werden darf. Noch immer wird sehr viel Wert auf die Aspekte  Sicherheit und Stabilität gelegt. Daran soll sich auch durch die Einbindung der Add-Ons nichts ändern.

Wenn das Projekt rund um die Erweiterungen von Chrome fertiggestellt ist, soll es einige grundlegende Vorgaben geben. Diese müssen alle zwingend erfüllt sein, um letztlich einen festen Bestandteil im googleschen Browser bilden zu können. Alle Extensions sollen soweit wie möglich in Web-Anwendungen eingefügt werden können. Dabei ist wichtig, dass sie sich ebenso einfach installieren wie entfernen lassen. Ungleich dem Verfahren beim Konkurrenten Firefox, soll es nur eine zentrale Schnittstelle für Extensions geben. Das Update der Erweiterungen soll durch das Chrome-Update selbst vonstatten gehen.

Von ebenso großer Bedeutung ist die Vorgabe an die Entwickler, dass die Kompatibilität zu späteren Versionen des Browsers erhalten bleibt. Auch die Ansprüche an die Stabilität erfordern ihren Tribut. So soll eine Extension beispielsweise nicht in der Lage sein, den kompletten Browser abstürzen zu lassen. Diese soll Chrome selbstständig deaktivieren oder stoppen können. Big G, Google, OMD, ChromeEin weiterer Sicherheitsaspekt wurde im Bezug auf Schadprogramme erwähnt. Extensions sollen nicht das Ausspähen von Passwörtern oder das Browser-Hijacking ermöglichen. Aus diesem Grund dürfen die Erweiterungen nur die Rechte besitzen, die sie tatsächlich benötigen. Des Weiteren soll für die Abläufe eine Sandbox verwendet werden. Damit wird ein direkter Systemzugriff ausgeschlossen. Abgeschlossen wird die Reihe von Vorgaben durch den Punkt der Ungebundenheit. Alle interessierten Entwickler, auch andere Unternehmen, werden eingeladen ihre Erweiterungen für den Browser zu programmieren und der Community anzubieten.

Noch befindet sich das Projekt derzeit in einer frühen Phase, in der man den interessierten Entwicklern noch keine lauffähige Version präsentieren kann. Als zeitliche Vorgabe wurde das erste Quartal des kommenden Jahres erwähnt. (gS-)

(via informationweek.com, thx!)

(Bild links: "Big G" aka Google auf der OMD 2008. Foto: Lars Sobiraj, CC by)

  • Die Rufe der Anwender, viel mehr die Rufe nach Erweiterungen, wurden scheinbar erhört. Mich persönlich überzeugen diese aber auch nicht von Chrome. Bin gespannt ob sich dadurch etwas wesentliches in Sachen Marktanteil ändert.

  • Super, dann wird kurz danach eine neue Iron-Version herauskommen, bei der man dann auch die Erweiterungen installieren kann. Mausgesten, ich komme!

    kekstier am 03.12.2008 20:18
  • Ich nutze zwar Firefox, wegen den Addons, bin aber Opera Fan. Sollte es möglich sein, Erweiterungen bei Iron zu nutzen, wird dieser Browser mein neuer Favorit. Besonders die Stabilität (mehrere Prozesse) hat es mir angetan, weniger die Aufmachung. Werden Addons wie: Wörterbuch, Greasemonkey, Adblock veröffentlicht, steige ich um. Mehr benötige ich eigentlich nicht.

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