Was ist bitte ein Zune, darf man sich fragen. Geht es hier um den Altmeister der Science-Fiction, um eine Fortsetzung von Frank Herberts "Der Wüstenplanet" also um Dune? Oder hat hier der Texter von einschlägigen Comics sein Werk verrichtet. Zune, das hört sich schwer nach BOOM oder VROOM an.
RADENGEL! Knallen soll es auch ordentlich, immerhin gilt es den iPod aus dem Ring zu werfen, wenn dieser tragbare Multimedia-Alleskönner passend zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt geworfen wird. Nach Science-Fiction ist einem beim Betrachten des ersten Spots nicht zumute. Die in monochrom gehaltene Animation von comingzune.com sieht eher nach Kuscheln mit Microsoft aus. Der ältere, schlecht rasierte Herr, der Zwerg und das Kaninchen, alle haben sich lieb, so zumindest scheint es. Das zweite Flash-Intro mit den brennenden Vögeln, die sich gegenseitig mit ihrem Musikfieber anstecken und brennen, was das Zeug hält, kommt schon weitaus besser, mitreißender rüber.
Gut wäre es gewesen, man könnte bei all dem Hype, der hier erzeugt werden soll, auf Knopfdruck den Ton auch wieder ausschalten. Ansonsten zwitschert und pfeift es so lange aus den Boxen des heimischen Computers, bis man sich endlich dazu durchgerungen hat, die Seite wohl oder übel wieder zu verlassen. Aber die bösen Gullianer haben ja immer an allem etwas auszusetzen, speziell bei neuer Hard- oder Software aus diesem Haus.
Luftnummer?
Um beim Knall zu bleiben, Zündstoff in ausreichender Menge ist vorhanden. Denn was die kuscheligen Microsofties mit ihrem
tragbaren Baby im Winter diesen Jahres vorhaben, erscheint alles andere als anmutig. Dreh- und Angelpunkt des Zune wird der drahtlose Austausch von Musikfiles sein. Alle Titel, die Zune via WLAN empfängt, werden ausnahmslos mit einem Kopierschutz versehen. Damit nicht genug wird jedes einzelne Stück nach dem Empfang auch nur maximal 3x abgespielt und spätestens automatisch nach drei Tagen wieder gelöscht.
Somit kommt das DRM zwangsweise auch bei den Mp3s zur Anwendung, die z. B. von Netlabels oder im Fall von Podcasts unter der Anwendung von freien Lizenzen veröffentlicht wurden. Man verstößt spätestens ab Weihnachten zumindest auf dem amerikanischen Markt dann ganz bewusst und höchst offiziell gegen die bestehende Rechtslage. Der Musiker oder Moderator hat sich nicht zufällig für diese Form des Vertriebs entschieden. Diese per Creative Commons lizenzierten Inhalte sollen in ihrer Form nicht verändert, wohl aber uneingeschränkt verbreitet werden. In den FAQ von de.creativecommons.org kann man nachlesen:
Die Aufgabe der DRM ist es sozusagen, Schilder aufzustellen, auf denen "Betreten verboten" steht. Die Creative Commons-Schilder sind dagegen mit "Betreten erlaubt" oder "Willkommen, kommen Sie bitte herein" beschriftet. Wir verwenden verschiedene Farben und Designs, um unterschiedliche Aussagen zu vermitteln. Die Durchsetzung dieser Aussagen überlassen wir dem Gesetz, den gesellschaftlichen Normen und dem guten Willen der Beteiligten.
(...) Sollte jemand ein DRM-Tool nutzen, um eines der Rechte, die durch den Lizenzvertrag gewährt werden, einzuschränken, verletzt diese Person den Lizenzvertrag. Sämtliche Lizenzverträge untersagen den Lizenznehmern die Nutzung eines Inhalts unter "Anwendung von technischen Schutzmaßnahmen, die den Zugang oder den Gebrauch des Inhalts in einer Weise kontrollieren, die mit den Bedingungen dieser Lizenz im Widerspruch stehen."
Und genau das wäre der Fall. Ohne Rücksicht alles zu verschlüsseln, was drahtlos beim Gerät ankommt, ist dementsprechend schlichtweg rechtswidrig. Auf Nachfrage von futurezone.ORF.at gab der Marketingmanager von Interactive Entertainment von Microsoft Österreich bekannt:
"Dadurch, dass das System nicht erkennen kann, ob es sich um Musik handelt, die von CDs gerippt wurde, unter einer freien Lizenz veröffentlicht wurde oder in einem Online-Musikshop gekauft wurde, wird mit allen Dateien gleich verfahren."
Form dazu kommen, in keiner Weise sinnvoll. Will man also den Benutzer dazu zwingen, sich in diesem speziellen Fall das gleiche Material nach derart kurzer Zeit erneut zu besorgen, dürfte sich dies zu einem der prominentesten Gründe GEGEN den Kauf eines solchen Produktes herausstellen. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Das Eigentor scheint vorprogrammiert. Mag vielleicht sein, die Kunden drüben fressen die ihnen vorgeworfenen Brotkrumen noch ohne Murren. Aber auf europäischem Boden dürfte der Erfolg des Zune unmittelbar von dieser zwangsweisen Löschaktion und der Verschlüsselung nach dem Gießkannenprinzip abhängen.... I couldn't understand some parts of this article, but it sounds interesting ...
... eibt. Das aber ignoriert der Zune-Player. Ein ausführlicher Bericht auch auf Gullinews. Abgelegt: podcastverband.de/category/news/" title="View all posts in ...
Das Schlimme ist, nicht Microsoft verstösst gegen das Gesetz, sondern der Zune-Benutzer. Er gibt mit dem Kauf und der Aktivierung des Zune zum Funktausch sein Einverständnis und handelt aktiv und als kausaler Verursacher der Datenveränderung, die nach deutschem Recht illegal ist, wenn der Datenversender und Eigner der Daten dies nicht explizit angeordnet hat - stillschweigende Zustimmung wird regelmässig als nicht gegeben betrachtet. Sollten ...
Ich sehe es schon, eine neue Art Wardriver mit ihrem Schlepptop auf der Jagd nach MP3s Nö, ich bleibe lieber bei meinen chinesischen Ipott Fake, will weder Äppel noch Meikrosoft unterstützen ^^ Aber was soll der User machen, der nur wenige MP3s hat ? Da gehen dir ja bei einer längeren Autofahrt die Lieder aus, wenn du nur ca. 20 drauf hast. Aber naja, sollte ja wohl für die Verständigen eine Leichtigkeit zu hacken sein, auf nen Ipod ...