Der Gnu Privacy Guard GnuPG ist in der Version 2.0 verfügbar. Das Open Source-Tool zum Verschlüsseln von Daten, Mails und Verbindungen ist in der neuen Entwicklungslinie nun modular aufgebaut. Eine deutsche Übersetzung ist bereits implementiert. Die alte 1.4-Entwicklungslinie wird weiterhin gepflegt. Währenddessen feierte der Stammvater der starken Verschlüsselung Geburtstag: PGP wird 15 Jahre alt.
GnuPG ist noch nicht als Binary erschienen: kompiliert werden kann der Quellcode bisher nur auf Linux- und BSD-Systemen. GnuPG 2.0 ist im Unterschied zur Version 1 modular aufgebaut: Schlüssel und Passwörter werden durch den gpg-agent verwaltet werden, die Verwaltung von X.509-Zertifikaten übernimmt gpgsm. gpgconfig verwaltet die Konfiguration der verschiedenen Dienste, scdaemon bringt die Smartcard-Unterstützung.
Bis die Binarypakete verfügbar sind, kann anläßlich des 15. Geburtstags des Stammvaters der starken Kryptografie für den Privatanwender PGP die Geschichte des Verschlüsselungsprogramm betrachtet werden. John Callas, CTO und CSO der PGP Corporation erzählt in einem viertelstündigen Flashfilm die Geschichte von PGP, begonnen mit dem Transport der ersten Sourcecodes in gedruckter Fassung, um Exportverbote militärisch bedeutsamer Software zu umgehen, bis hin zu den aktuellen Plänen und Entwicklungen der PGP Cooperation 15 Jahre später.