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21. November 2006
Gestern Demo vor dem Berliner Parlament Privat Kopieren ist kein Verbrechen!Mitarbeiter von der Verbraucherzentrale Bundesverband, dem Online-Netzwerk Campact und der Kampagne fairsharing haben gestern in Haftkleidung vor dem Bundestag gegen die Kriminalisierung von kopierenden Verbrauchern demonstriert. Sie führten ein großes Plakat mit einigen Bildern der über 3200 virtuellen Insassen des weltweit ersten "Internetgefängnisses" mit sich.
Der vzbv fordert dementsprechend auch die Wiedereinführung der Bagatellklausel ein. Oftmals ist Unkenntnis der Anwender des PCs die Ursache für Verstöße. Nicht jeder, der sich im Internet erstmals illegal verhält, sollte gleich polizeiliche Durchsuchungen und strafrechtliche Konsequenzen fürchten müssen. Die einzig mögliche Alternative für Eltern sei, dass diese aus Angst ihren Kindern die Nutzung des Internets zunehmend verbieten oder versuchen, sie dabei so effektiv wie möglich zu überwachen.
Für besonders bedenklich hält der vzbv die Pläne des Justizministeriums, Inhabern von Urheberrechten einen rechtlichen Auskunftsanspruch gegen Diensteanbieter (Internet Service Provider) zur Weitergabe von Nutzerdaten einzuräumen. Als Folge ist zu befürchten, dass auf Internetnutzer eine neue Flutwelle von Abmahnungen zukommt. Schon jetzt klagen die Staatsanwaltschaften über eine Flut von Anzeigen von Rechteinhabern. Bedenklich sind Berichte, dass private Internetfahnder im Auftrag von Unternehmen bewusst illegale Inhalte im Internet anbieten, um Nutzer in die Falle zu locken. Die Demonstranten fordern weiterhin klare rechtliche Rahmenbedingungen für das Management digitaler Rechte (DRM-Systeme). Diese müssten sicherstellen, dass das Recht auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung und die Sicherheit des Computers nicht beeinträchtigt werden. Von Braunmühl weiter:
Man schlägt eine Konzentration der Strafverfolgung im Bereich der professionellen Raubkopierer vor und rät Medienunternehmen, attraktivere legale Angebote im Netz bereitstellen. Der restriktive Einsatz von Kopierschutztechniken und unfaire Lizenzbedingungen der Anbieter seien die Hauptursache für die Inanspruchnahme illegaler Angebote. (Untenstehendes Bild ist eine Parodie
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