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25. April 2007
Gesetzentwurf Vorratsdatenspeicherung schon ab 2008?Nach Informationen der Berliner Zeitung sollen Internetprovider bereits ab dem 1. Januar 2008 zur präventiven Speicherung alles Verbindungsdaten der Kunden verpflichtet werden. Somit entfiele die 15-monatige Aufschubfrist für die IT-Industrie. Branchenverband und Datenschützer sind empört. Ursprünglich war geplant, am 1. Januar 2008 die Vorratsdatenspeicherung nur für Telekommunikationsunternehmen anzuordnen. Die IT-Industrie sollte eine 15-monatige Aufschubfrist bekommen, für sie träte das Gesetz erst ab März 2009 in Kraft. Nun rückt die Bundesregierung von diesem Versprechen ab. Der Branchenverband der Deutschen Internetwirtschaft eco ist brüskiert. Laut Hannah Seiffert, der Leiterin des Verbindungsbüros in Berlin, sei der neue zeitliche Rahmen "völlig unrealistisch". Eine derartige Datenspeicherung sei ein völlig neuartiger technischer Vorgang und würde die Branche vor organisatorische und finanzielle Probleme stellen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte kritisierte das Unterfangen als einen Dammbruch. Die Vorratsdatenspeicherung sei "beispiellos" und beträfe die Privatsphäre unschuldiger Bürger. Widerstand kam auch aus der Politik: die Vorsitzende der Grünen Claudia Roth rief "alle Demokraten" auf, den Ausbau des Überwachungsstaates zu verhindern. Jan Korte, Innenexperte der Linksfraktion, mahnte die Bundesregierung, die Bedenken des Datenschutzbrauftragten ernst zu nehmen. Dem Bundesinnenminister Schäuble warf er einen Angriff auf die Freiheit der Bürger vor. Verwandte News
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