"Prinz der Film-Piraterie" sorgt für Aufruhr vor Gericht
Er verteidigt sich vor Gericht selbst, erpresste die MPAA mit der Drohung, 20 Movies zu releasen, floh nach seiner Verhaftung, bevor sein Prozess diesen Januar beginnen konnte und blieb bis April erfolgreich auf der Flucht: Johnny Ray Gasca tut einiges dafür, um sein Leben spannend zu gestalten. und nun gerät die Gerichtsverhandlung seines Falles zunehmend zu einer skurrilen Farce.
Nun scheint die Verhandlung gegen den 35jährigen New Yorker ähnlich spannend wie sein bisheriger Lebenslauf zu werden. Nachdem sein Equipment beschlagnahmt wurde, telefonierte Gasca zwar noch mit einem Vertreter der MPAA und drohte ihm an, noch 20 Filme auf den Schwarzmarkt zu werfen, die er bislang nicht released hatte, um die Filmindustrie zu sabotieren. Nun gibt er überraschenderweise an, man hätte mit ihm den völlig falschen Mann erwischt, an welchem nun ein Exempel statuiert werden solle. In der Tat drohen dem Camripper eine Gesamtstrafe von 25 Jahren Haft.
Er sei ein einfacher Kung-Fu-Filmenthusiast, der keine Gesetze gebrochen hätte, so Gasca. Zwar gibt es eine Reihe von Zeugen, welche um Gasca in den Kinos saßen, während er seine Kamera aufbaute - er hatte ein Gerät entwickelt, mit der er die Kamera auf Kinositzen erschütterungsfrei aufbauen konnte. Darüberhinaus habe er bereits gegenüber dem FBI ausgesagt, Spiderman abgefilmt zu haben, Star-Wars - Kopien verkauft und bei über sechs Filmvorführungen in L-A. gefilmt zu haben.
Die Zeugenaussagen seien Lügen, behauptet Gascia nun, und vermehrt berichten die Zeugen wiederum davon, sich durch ihn bedroht zu fühlen. In der Tat musste sich Gascia häufig für missverständliche Äußerungen entschuldigen - um sofort darauf wieder die Zeugen der Lüge zu bezichtigen. Ganz zu Unrecht dürften sich einige der Zeugen nicht unwohl fühlen. Gascia ist vorbestraft, nachdem er bei einer Geldstreitigkeit einem Freund ins Gesicht geschossen hatte.