gullinews am Donnerstag, 23.04.2009 16:49 Uhr
In Zahlen bedeuten diese "katastrophalen niedrigen Ergebnisse" einen Zuwachs der Einnahmen von 1,7 Prozent. Somit kommt die GEMA auf Einnahmen von Onlinemedien von 7,3 Millionen Euro. Diese Zahlen betrachtet die GEMA als erschreckend, weil die Musik- und Mediennutzung insgesamt stark zugenommen hat.
Parallel zum Onlinegeschäft sinken die Zahlen aus der Verwertung klassischer Medien. 2008 würde der Gesamtertrag der GEMA um 3,1 Prozent zurückgegangen sein. Die Aufwendungen seien mit 122,4 Millionen Euro konstant geblieben, die Kosten jedoch von 14,2 auf 14,9 Prozent gestiegen. Weniger Einnahmen gibt es vor allem bei CDs und DVDs zu beklagen: Dort ging es um ein Minus von 17,4 Prozent. Schon im Vorjahr sind die Erträge bereits zurückgegangen. Insgesamt hat die GEMA im Jahr 2008 "einen Gesamtertrag von 823 Millionen Euro erwirtschaftet."
Für die GEMA Grund genug, den Holzhammer auszupacken. Man vermisst die grundsätzliche Bereitschaft von Onlineanbietern, angemessene Vergütungen zu zahlen. Wie schon beim Streit mit YouTube zeichnet sich möglicherweise die zukünftige Strategie der GEMA ab: "Wir müssen in immer mehr Verfahren eintreten", so der Vorstandsvorsitzende Harald Heker. Dabei geht es ihnen vor allem um die Frage, welche Daten die großen Musik- und Videoportale der GEMA liefern können und wollen. Es ginge hierbei ums Prinzip. "Wir können und dürfen wir uns nicht mit einer Pauschalzahlung abspeisen lassen." Im Verhältnis zu den Abgaben der Radio- und Fernsehsender wären ihre Forderungen an die Onlinemedien auch relativ gering, heißt es.
Wenig überraschend stimmte bei der Gelegenheit auch die GEMA in das Lied "Kampf gegen Piraterie" ein. Dieses sei ein "noch offenes Rennen". Man hätte bereits 20 Verfahren gegen Piraterie geführt, welche alle im Sinne der Autoren entschieden wurden. Damit aber würde das grundlegende Problem "geistiges Eigentum in Internet zu schützen" nicht gelöst werden. Man würde mit entsprechenden politischen Kommissionen, auf Bundes- und Europaebene in Verhandlungen stehen, würde jedoch eine Regelung, welche Minderjährige und Eltern kriminalisieren, nicht befürworten.
020200 von gulli:news meint:
Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen, dass da eine neue Front aufzieht: Urteil gegen The Pirate Bay, Internetzensur, die bereits jetzt Begehrlichkeiten der Contentindustrie weckt, und der Streit zwischen YouTube und der GEMA. Anstatt diesen Konflikt immer weiter auszutragen, sollte man vielleicht mal grundsätzlich fragen, ob mit dem Urheberrecht etwas nicht in Ordnung ist (gulli:news berichtete) und welche Strategien fit für das 21. Jahrhundert sind. Und warum spricht niemand mehr vom Recht auf Privatkopie? Da wo früher "fair use" war, ist nur noch Kriminalisierung, getrieben von Einzelinteressen.
Ehmm mehr verkärt machen kann man nicht ... Und wen sie 70% bekommen würden ... ich glaube die Leute schafen es , schnell dinge zu lernen und umzusetzen ... Und eigentlich SPD und CDU und Co. sind auch nicht Regierungsfähig ... man sieht ja was die für entscheidungen machen .....
Habt ihr euch das Programm der Piratenpartei für die Europawahl einmal durchgelesen? Klingt eigentlich nicht schlecht, wobei natürlich viele ihrer Ziele mit Datenschutz/Urheberrecht etc. zu tun haben. Ansonsten ist glaub ich viel von den Grünen abgeschaut ;)...
50% würden ja schon reichen und ich wäre zufrieden:D Weil ohne die Piraten würde garnichts mehr gehen:p Hmmm... das mit dem GG ändern. Wenn nur etwas dazugeschrieben wird, zum beispiel für die Bürgerrechte, dass die ausgeweitet werden, ich hätte mit einer solchen Änderung keine Probleme:)...
Ich freue mich schon auf die sozialen Unruhen, wie die SPD heute befürchtet hat hehe :D...
GEMA , würg ... Dieser Verein gehört nun langsam in den Sondermüll . Aber unser Staat ........ ,Nun ja , der deutsche Michl lässt sich ja alles gefallen ....