Gary McKinnon: Größter Militärhacker aller Zeiten auf der Suche nach außerirdischem Leben

gullinews am Sonntag, 03.08.2008 13:36 Uhr

Seite druckenArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli twittertgulli:Newsletter

Seit dem Bestehen von Computernetzen verfolgen Hacker ganz unterschiedliche Ziele mit ihren virtuellen Angriffen. Das Paradebeispiel für Wissensdrang auf einem ganz besonders hohen Level zeigt die Geschichte von Gary McKinnon. Über einen längeren Zeitraum hat ihn das Übersinnliche und Außerirdische fasziniert. Aufgrund seines gesteigerten Wissensdrangs wollte er sich aus den Netzwerken des US-Militärs Beweise für die Existenz von außerirdischem Leben holen. Nun wird dem größten Militär-Hacker der Prozess gemacht. Dabei wollte er lediglich Beweise für Ufos sammeln.

Der britische Hacker Gary McKinnon blickt auf eine aufregende virtuelle Karriere zurück, die nun ein Ende gefunden hat. Er konnte in knapp 100 Computersysteme des Pentagons, der NASA, der US-Luftwaffe und der Navy eindringen. Vorrangig hat er auf den Computersystemen nach Beweisen für die Existenz von Ufos Ausschau gehalten. Jetzt steht dem Briten die Auslieferung in die USA bevor.

Er und seine Anwälte haben alles Mögliche probiert, um die Auslieferung zu verhindern. Das Berufungsverfahren ging bis zur höchsten britischen Gerichtsinstanz. Die Auslieferung wollte er aus gutem Grund verhindern, denn in den USA droht dem 42-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe.

Unter dem Pseudonym "Solo" vollzog er seine Streifzüge durch die Netze der Regierung. Vorrangig konnte er eine Schwachstelle in einem Windows-Programm zu seinen Gunsten nutzen. Den US-Anwälten zufolge hat McKinnon einen Schaden in Höhe von 700.000 US-Dollar angerichtet und mehr als 2000 Computer habe man nach seinen Angriffen herunterfahren müssen.

Des Weiteren wird dem Mann von den US-Behörden vorgeworfen, über 900 Passwörter gestohlen und Daten zum Munitionsvorrat des Marinestützpunktes in Earle im US-Bundesstaat New Jersey gelöscht zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht dem Hacker eine Höchststrafe von 70 Jahren hinter Schloss und Riegel sowie die Zahlung von bis zu 1,75 Millionen US-Dollar.

Bereits im Jahr 2005 wurde McKinnon festgenommen. Das Hohe Gericht in London hat in seinem Urteil festgesetzt, den arbeitslosen Computerexperten in die USA auszuliefern. Da seine Anwälte allerdings die begründete Befürchtung hatten, dass McKinnon in das US-Lager Guantanamo ausgeliefert werden könnte, legten sie Berufung ein.

McKinnon hat als Ergebnis seiner "Arbeit" verlauten lassen, dass die US-Regierung Informationen im Bezug auf Außerirdische gewollt unterdrückt. Er selbst habe auf den Computern Fotos von Außerirdischen und Belege für die Existenz von Anti-Schwerkrafttechnik entdeckt. (gS-)

(via valleywag.com, thx!)

Bookmark and Share

 
72 Reaktionen aus dem gulli:Board

F1r3st0rm am 06.08.2008 00:09:45:
Dafür ist die nordamerikanische Regierung viel zu dumm. So dumm sind nicht einmal die Amis. Wenn etwas ihrem Vorteil dienen kann dann sind die da ganz Fix....

ranXerox am 06.08.2008 03:50:34:
Könnt ihr dämlichen Nerds (ja, Schattenspieler - ich meine auch dich!) mal wieder auf die Erde zurückkommen und euch mal wieder dem Thema widmen?! Die Frage ist nicht, ob es Außerirdische gibt oder Anti-Grav - die Frage ist, wie ein EU-Staat dazu kommt, einen seiner Bürger an die USA auszulief...

ironbl4de am 07.08.2008 17:16:32:
weil man hinterlässt spuren im internet...man kann sie verwischen...aber mit den richtigen leuten die sich auskennen dauert es halt eben nur etwas länger um den zu finden.... und in gross britannien ist auf jeder strasse eine kamera installiert.... falls er also in ein internet kaf...

Seite druckenArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli twittertgulli:NewsletterSeitenanfang

Suche

Verwandte News

UFO-Hacker: ECHR lehnt Berufung von Gary McKinnon ab
Spanischer Hacker: Verteilt Sex-Mails eines Ex-Managers
Gary McKinnon: Pentagon-Hacker bekommt eine letzte Berufungsmöglichkeit
Hacker-Auslieferung an die USA: McKinnon kriegt eine Chance vom House of Lords
Sealand: Kein Asyl für NASA-Hacker Gary McKinnon