gulli: Gary McKinnon: Auslieferung des Militärhackers an USA stattgegeben
07. Juli 2006

Gary McKinnon Auslieferung des Militärhackers an USA stattgegeben

"Am 4. Juli hat der Staatssekretär die Anordnung zur Auslieferung Gary McKinnons an die USA aufgrund von Anklagen mit Bezug auf Computer-Hacking unterschrieben.", zitiert die BBC das Innenministerium. McKinnon ist britischer Staatsbürger und hackte sich vor seiner Verhaftung 2005 in zahlreiche Systeme des US-Militärs.

14 Tage blieben nach Angaben von McKinnons Familie nun Zeit, um Widerspruch gegen die Auslieferung einzulegen. McKinnon selbst sagte, er sei sehr besorgt und fühle sich von seiner eigenen Regierung fallengelassen. Nach der Auslieferung befürchtet McKinnon, als Terorist eingestuft und im schlimmsten Fall in Guantanamo Bay inhaftiert zu werden.

Die USA sicherten hingegen zu, dass McKinnon nach seiner Auslieferung keinesfalls unter Militärgerichtsbarkeit gestellt würde. Wegen Formfehlern in den entsprechenden Garantien will sich McKinnon nicht auf die Zusischerungen verlassen. Vorgeworfen werden dem britischen Hacker, in zahlreiche militärische Computersysteme der USA eingedrungen und Schäden in Höhe von über 700.000 Dollar verursacht zu haben. Einer seiner Angriffe auf die Rechner einer Marinebasis hätten kurz nach den Terroranschlägen des 11. September stattgefunden und den Einsatz notwendiger Systeme verhindert.

McKinnon gab bereitwillig zu, jahrelang Rechnernetze des US-Militärs ausgespäht zu haben. Seinen Angaben gemäß seien diese vollkommen unzureichend gesichert gewesen. Seine Intention sei mitnichten das Schädigen der Systeme gewesen, er habe sich vielmehr auf der Suche nach Informationen zu geheimer Technologie und Beweisen für Alienkontakte des Militärs befunden.

In Großbritannien könnte McKinnon für fünf Jahre inhaftiert werden. Nach seiner Ergreifung 2005 forderten die USA umgehend die Auslieferung des Briten, der stattdessen gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt wurde. In den USA drohen dem Hacker weitaus höhere Haftstrafen.

  • 13 Kommentare zum Artikel
  • @hoppla3000 dein beitrag klingt für mich wie ein witz, aber zum lachen ist es trotzdem nicht. wie soll man denn seine familie bzw. die öffenltichkeit denn täuschen ? das geht bei terrorverdächtigen, aber nicht bei normalen gefangenen. mfg chronoton

    Chronoton am 30.07.2006 16:21
  • Wenn ich also einen amerikanischen Server angreife unterliege ich dem Recht der USA? Das hiesse ja, dass ich wenn ich bei einem bekannten russischen Musikanbieter einkaufe russischem Recht unterliege und somit legal handle. Oder wie? Oder wat?

  • @ chronoton ganz einfach: der versuch, ihn vors militärgericht zu stellen, ist ja schonmal gescheitert. wenn er vors militärgericht gekommen wäre, hätte die öffentlichkeit komplett ausgeschlossen werden können. auch die "bestrafung" wäre vollkommen top secret gewesen. war halt ein netter versuch, aber zu auffällig. im amerikanischen strafgericht wird er dann möglicherweise ganz normal verurteilt. wie er seine haftstrafe abbüßt und ...

    hoppla3000 am 30.07.2006 17:22
  • du spielst auf diese ein Musikseite an, wo man für nen apple und nen ei ganz alben runterladen kann, ( weiß aber nemmer wie se heißt ). Ich glaube aktuell wird es als illegal geführt, da du dich beim Bestellen nicht auf Russischem sondern Deutschen Boden befindest. Du müßtest also theoretisch hinter die Grenze fahren deinen Laptop auspacken , wlan anschalten ( falls es da sowas überhaupt gibt) und von da aus bestellen. greetz skyerjoe

    skyerjoe am 30.07.2006 17:27

Suche

RSS

AKTION

Wir haben bezahlt!

Napping

Das Beste von gulli auch auf deiner Seite?
Newsfeed abonnieren  news feed
Suche auf deiner Seite  suchbox
Banner und Buttons  banner & buttons

Support

Rettet das Internet

Piratenpartei Österreich

Piratenpartei Deutschland

© COPYRIGHT 2006 GULLI.COM