gullinews am Sonntag, 20.09.2009 00:10 Uhr (Rating: 

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Auslöser für die Bemühungen, die Freizeitgestaltung ihrer Schüler in dieser Form zu beeinflussen, sind, man ahnt es schon, die Amokläufe der vergangenen Jahre. Insbesondere, nachdem in Ansbach kürzlich wieder ein Schüler durchdrehte und Mitschüler mit einer Axt sowie Molotow-Cocktails verletzte (gulli:news berichtete) beschäftigt dieses Thema wieder die Massen ebenso wie die Fachleute. Am Schramberger Gymnasium glaubt man, die Lösung für die Problematik gefunden zu haben: Besagte "killerspielfreie Schule" soll die Schüler dazu bringen, keine gewaltbetonten Computerspiele mehr zu zocken. Dies, so die Annahme der Verantwortlichen, würde das Aggressionspotential senken und das Risiko von Amokläufen verringern.
"Auch wenn Killerspiele nicht der Auslöser einer Amoktat seien, sagte gestern der Schulleiter des Schramberger Gymnasium, Bernhard Dennig, sie würden aber einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Jugendliche zu Amokläufern würden. Auch wenn es keinen monokausalen Zusammenhang gebe, dass exzessives Spielen entsprechender Spiele zu Gewalthandlungen führe, biete es möglichen Gewalttätern allerdings ein verqueres Handlungsmodell für eine scheinbare Lösung ihrer Probleme und Schwierigkeiten an, das sie erlernten - und gegebenenfalls in die Wirklichkeit umsetzten," berichtet der Schwarzwälder Bote. Dies hätten beispielsweise auch die Angehörigen der Opfer des Amoklaufs in Winnenden als wünschenswert genannt.
Konkret will man auf verschiedenen Wegen versuchen, das Ziel einer "killerspielfreien Schule" zu erreichen. So gründeten die Lehrer zunächst eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel, Pläne zu entwickeln, "wie an der Schule der Übergang zu einem Verzicht auf Killerspiele als Projekt möglich gemacht werden könne". Man verfiel dabei zunächst auf eine Selbstverpflichtung von Lehrern und Schülern. Eltern und Lehrer, so heißt es, seien von der Idee sehr angetan gewesen und würden diese zukünftig engagiert unterstützen. Die Eltern sollen vor allem mit ihren Kindern ins Gespräch kommen und diesen Medienkompetenz vermitteln. Dies ist ein Ansatz, den auch die "Gegenseite" beispielsweise mit Eltern-LANs verfolgt - allerdings mit der Zielsetzung, Eltern die Hemmschwelle vor diesen Spielen zu nehmen. In Schramberg geht es darum, dass die Eltern ihre Kinder überzeugen, mit derartigen Spielen aufzuhören oder von Anfang an die Finger davon zu lassen.
Ziel der Kampagne ist es, "in der Schule ein Bewusstsein" zu schaffen, dass "Killerspiele schädlich sind und deswegen auch geächtet werden sollen." Man zeigt sich erstaunt über die Auffassung einiger Menschen, dass "solche Spiele wie ein Naturereignis zu akzeptieren seien, gegen das keine Gegenwehr möglich sei". Wenn der Gesetzgeber nicht reagiere, so Schulleiter Bernhard Dennig, sei es "moralisch dringend geboten, zu einer Praxis Nein zu sagen, die mit Amokläufen ursprünglich im Zusammenhang stehe".
Langfristig plant man neben der Selbstverpflichtung der eigenen Schüler einen Ring von Schulen mit "killerspielfreien Zonen" aufzubauen. Diese Schulen sollen sich ebenfalls öffentlich zu dieser Selbstverpflichtung bekennen und so ein Netzwerk aufbauen. (Annika Kremer)
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cthulhu1987 am 06.10.2009 20:54:22: |
titus_shg am 04.11.2009 11:06:51: |
eliveo am 04.11.2009 14:01:20: |
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