...und die Verkaufszahlen...?
...müßten erbärmlich sein, glaubt man der Propaganda der einschlägigen Verbände. Schützen doch nur noch immer restriktivere Schutzmaßnahmen die verarmende Industrie davor, von den bösen Raubkopierern geschröpft zu werden. Allein, das Gegenteil scheint der Fall zu sein.
Der Grund? Eine Rolle mag es natürlich spielen, dass das Spiel keinerlei Kopierschutz aufweist. Die Installations-CD ist beliebig brennbar, die Seriennummer wird zur Installation ebenso wenig benötigt, hingegen kann man mit ihr auch noch in Zukunft Updates oder wahlweise das komplette Spiel aus dem Web laden - auch ohne eingelegte CD, wie der Hersteller verspricht.
Wichtigerer Grund für den unerwarteten Erfolg: das Spiel ist gut und hat eine große Fanschar, die es entsprechend populär machte. Und wenn diese Voraussetzungen vorliegen, dann wird ein Spiel gekauft - auch wenn es mehr als leicht kopiert werden kann.
Während somit GC2 die Vertreter der Kopierschutzfront Lügen straft, bröckelt auch auf der anderen Seite die Front: bei der Deutung von eventuell niedrigeren Verkaufszahlen darf inzwischen nicht mehr vergessen werden, dass die Risiken und Nebenwirkungen von Kopierschutz-Software bei Spielen ein für viele Gamer nicht mehr zu tolerierendes Ausmaß angenommen haben. Am bekanntesten der Fall Starforce, die Nebenwirkungen ihres DRM zwar als frei erfunden abstreiten. Den Aufruf zum Boykott der damit verkrüppelten Spiele verhinderte das jedoch nicht.
GC2 ist in Deutschland noch nicht erschienen. Die US-Fassung kann auf der Herstellerwebseite gekauft werden.