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22. Juni 2008

FSA Nimmt sich Sicherheitsproblemen in Firmen an

In letzter Zeit konnte man im britischen Inselreich nicht gerade selten vernehmen, dass bei verschiedenen Unternehmen und Geheimdiensten Daten verschwunden sind. In den Augen der Financial Services Authority (FSA) läuft in vielen Firmen in Hinblick auf den Datenschutz einiges daneben. Eine Erkenntnis, der nun aktiv gegengesteuert werden soll. Das erste und zudem nicht gerade harmlose Bußgeld wurde bereits verhängt.

Die britische FSA hat sich zum Ziel gesetzt, einiges in Sachen Datensicherheit zu verändern. Und wenn es in einem Unternehmen Lücken in Bezug auf den Datenschutz gibt, soll bis zur Aussprache eines Bußgeldes nicht mehr lange gezögert werden. Bevor es zu einem erneuten Verlust der Daten kommt, möchte die FSA im Idealfall einschreiten und den worst Case im Voraus verhindern.

Rund 77.000 Pfund wurden der Merchant Securities Group auferlegt. Angeblich wurde das Thema Sicherheit bei der Maklerfirma nur ganz klein geschrieben und spielte eine dementsprechend untergeordnete Rolle. Insbesondere wurde ein ausreichender Schutz der Kundendaten versäumt, so die FSA. Die Ordnungsstrafe wurde verhängt, obwohl keine Spuren auf einen Datenverlust hinweisen. Vorausschauendes Handeln ist das Prinzip der britischen Finanzaufsichtsbehörde. Margaret Cole von der FSA bringt den Leitgedanken der Behörde auf den Punkt: "Wir werden nicht warten, bis die Daten verloren sind oder gestohlen werden. Es ist unser Ziel, schon vorher tätig zu werden und den worst Case zu vermeiden."

Den Kontrolleuren der FSA sind bereits im September 2007 gewisse Machenschaften des Unternehmens merkwürdig  vorgekommen. Mitarbeiter haben dort unverschlüsselte Kundendaten vom Büro aus mit nach Hause genommen und diese dort archiviert. Das hohe Bußgeld soll einerseits ein Zeichen setzten und andere Unternehmen "ermutigen", besser auf ihre Daten aufzupassen. Sollte sich ein solcher Fall wiederholen, wird die FSA erneut eine hohe Strafe aussprechen. FSAAbgesehen davon wirkt sich eine derartige Aufdeckung von Lücken rufschädigend  auf das betreffende Unternehmen aus. Welcher Kunde lässt schon gerne seine Daten von einer Firma verwalten, bei der die Datensicherheit eine eher untergeordnete Rolle spielt ?

(via vnunet, thx!)

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