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02. Januar 2008
Free Fouad Saudische Regierung bestätigt mit drei Wochen Verzögerung die Verhaftung des BloggersDas Innenministerium des monarchisch geführten Königreichs Saudi-Arabien hat endlich offiziell die Verhaftung des Bloggers Fouad Al-Farhan vom 11. Dezember in Jeddah bestätigt. Der studierte Geschäftsmann war zu einem Vorreiter für die saudi-arabische Bloggerszene geworden, weil er es wagte, seine kritischen Texte mit seinem echten Namen zu signieren. Weblog zu Auseinandersetzungen mit der Regierung gekommen. Von Januar bis Juli 2007 hatte er seine Veröffentlichungen komplett pausiert. Im Dezember wurde er ohne Angabe von konkreten Gründen in seinem Büro festgenommen. Mit einer Bestätigung offizieller Quellen ließ man sich bis zum Jahresende Zeit. Selbst die Familienmitglieder wurden bis vor kurzem nicht über die Gründe der Verhaftung informiert. Ihnen wurde lediglich mitgeteilt, bis zu einem Wiedersehen könne es maximal 30 Tage dauern, sagte einer der Angehörigen den Arab News unter dem Mantel der Verschwiegenheit. Die Familie wendete sich an die staatliche Organisation Human Rights Commission (HRC), um unter anderem ein Besuchsrecht für die Frau und kleinen Kinder des Mannes zu erreichen. Auslöser für die Festnahme des 32-Jährigen dürfte höchst wahrscheinlich seine Kritik an der Verhaftung einer Gruppe von zehn Intellektuellen gewesen sein. Diese wurden zu Beginn des Vorjahres festgenommen, weil man ihnen ohne jegliche Beweise terroristische Motive vorwarf. In beiden Fällen wird der staatliche Kampf gegen den Terror als Vorwand benutzt, um Kritiker mundtot zu machen. Freunde des Mannes können die Aktion nicht verstehen. Wieso sollte jemand Terroranschläge planen, wenn er sonst unter Angabe seines echten Namens bloggt? Außerdem ist der Kaufmann dafür bekannt, dass nicht alle seine Texte durchgängig provokant sind und ausnahmslos alle sehr rational verfasst wurden. Sowohl der Inhaftierung der Gruppe von Intellektuellen als auch der vom 11. Dezember fehlte jedes Indiz. Die HRC bestätigte zwar den Eingang des Briefes der Familie, man würde die Angelegenheit prüfen. Noch zwei Wochen vor seinem Freiheitsentzug teilte Fouad einem Freund mit, er gehe von einer baldigen Verhaftung aus, weil man begonnen hätte, gegen ihn zu ermitteln. Die Gründe für die staatlichen Untersuchungen sah er darin gegeben, weil er die Angelegenheit der verhafteten Intellektuellen öffentlich behandelt habe. Man forderte ihn auf, sich zu entschuldigen. "Aber wofür?", fragte er zurück. Dient die Aktion primär der Einschüchterung der restlichen Blogger des Landes? Einerseits wissen die jetzt spätestens, wie gefährlich es ist, die Wahrheit zu schreiben und den Staat offen zu kritisieren. Andererseits stimmt es hoffnungsvoll, dass der Vorfall in den internationalen Medien für Aufmerksamkeit sorgen konnte. "Ich will nicht im Gefängnis vergessen werden", schrieb der Inhaftierte in seinem letzten Brief. Freunde haben die Website Free Fouad ins Leben gerufen, um die Sache bekannt zu machen. Saudi-Arabien gilt als besonders strenggläubig und islamisch-konservativ, das Land ist für eine sehr scharf durchgeführte Zensur aller Medien, so auch des Internets bekannt.
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