Eines der umfassendsten Bücher über die Geschichte der Demoszene wurde ursprünglich im Jahr 2005 vom CSW Verlag veröffentlicht, schon ein Jahr später war das Buch vergriffen. Für dieses Jahr plant man eine Neuauflage. Der Verlag benötigt zur Deckung der Kosten allerdings mindestens 100 Vorbestellungen.
Im ersten Teil des englischsprachigen Buches erzählt Autor Tamas Polgar aka Tomcat/Madwizards auf 224 Seiten die komplette Geschichte der Homecomputer C64 und Amiga. Betrachtet wird dabei nicht nur die reine Hardware, sondern deren Untergrund-Subkultur, von der Cracker- und Warez-Szene bis zur Demoszene, über Hacking, Phreaking und ASCII-Art.
Auch die Geschichte der vorgetäuschten Bettelbriefe, die von Herrn von Gravenreuth initiiert wurden, wird behandelt. Die angebliche Schülerin Tanja Nolte-Berndel aus Gladbeck, in Wahrheit ein Fotomodell, bat Anfang der 1990er darum, ihr per Post Raubkopien damals aktueller Spieletitel zu schicken. Wer mit der Not leidenden Schülerin Mitleid hatte, musste mit Post aus München rechnen, zahllose Mailswapper sind damals auf diesen Trick hereingefallen.
Was also ist Demoszene? Was als reines Crackintro begonnen hat, entwickelte sich zunehmend zu einer eigenen Kunstform und auch zu einer eigenen Sektion innerhalb der Szene. Der Autor beschreibt die Konkurrenz zwischen der Amiga- und C64 Szene in der Anfangszeit. Zudem wird erläutert, welche Auswirkungen das kommerzielle Ende zunächst des C64 und weit später des Amigas auf seine jeweilige Fangemeinde hatte.
Ein neues Jahrtausend brach an, wie ging es im Untergrund weiter? Fast 500 Bilder und Screenshots komplettieren das Bild und lassen viele alte Legenden aus längst vergessenen Tagen wieder auferstehen.
Der Preis in Höhe von nahezu 25 Euro mag zunächst recht hoch erscheinen, die aufwendige Aufmachung und die zahlreichen Illustrationen werten das Werk aber wieder auf. Wenn die 100 Vorbestellungen tatsächlich eingehen, kann das Buch wieder ausgeliefert werden. Ursprünglich war eine Fortsetzung in Bezug auf die Atari-Szene geplant, bislang ist bis auf das "Art Album" noch nichts Neues erschienen.
Weitere Informationen und Beispielkapitel kann man beim deutschen Portal Maz-Sound.com einsehen, dort kann bei Interesse auch die Vorbestellung vorgenommen werden.
Also wenn es auf deutsch wäre würde ich es auch sofort bestellen/kaufen!!
Der Verlag ist eine Firma. Wieso soll der Kunde das Startkapital für eine Neuauflage zur Verfügung stellen? Eine Entwicklung die eingedämmt werden muss. hg