Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen in Betrugsfällen geriet ein 55-jähriger Franzose aus Vannes in Frankreich ins Netz der Fahnder, die bei einer Hausdurchsuchung zwar keine relevanten Inhalte für ihre Ermittlungen fanden, dafür jedoch eine üppige Sammlung an illegal kopierten Werken.
12.591 Musikstücke, 426 Filme sowie 16 vollständige Fernsehserien hatte der Mann mithilfe von eMule innerhalb eines Jahres heruntergeladen - und verbreitet - wie er dem Richter erklärte. Als IT-Experte im Ruhestand hatte er einfach ein großes Interesse an der Materie und glaubte zudem, dass er nichts Illegales tun würde, da er die Werke ja nicht aus kommerziellen Gründen herunterlud und verbreitete, sondern lediglich für den privaten Gebrauch. Der Richter lauschte den Beteuerungen des Mannes zwar, kam jedoch nicht umhin, seine Schuld festzustellen. Das Strafmaß fiel dabei auf 33.000 Euro Geldstrafe sowie eine 2 Monate dauernde Bewährungsstrafe.
Indes steht noch die Klage der Rechteinhaber aus, die für die Verbreitung ebenfalls Schadensersatz beziehen möchte. Pro Musikwerk sollen 1- 2 Euro gelöhnt werden, pro Film zwischen 7 und 12.50 Euro. Für die Musikwerke kommt somit ein Maximalbetrag von 25.182 Euro zustande, für die Filme ein Maximalbetrag von 5325 Euro. Ein Großteil wird vermutlich an die Société Civile des Producteurs Phonographiques (SCPP) gehen, denen schätzungsweise ein Betrag von 17.000 Euro zusteht. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
| 25 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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thekingtobi am 06.07.2009 01:34:40: |
DeepDavis am 06.07.2009 08:38:27: |
Quineloe am 06.07.2009 10:26:47: |