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06. September 2006
Flatster Die Radioaufnahme lebtDer nächste Alptraum der Musikindustrie kündigt sich an: Der frei verfügbare Track "Der Faire Klick" kickt Messages nur textlich, was nachkommt, schafft einmal mehr technische Fakten. Flatster bringt das gute alte Radiotapen ins einundzwanzigste Jahrhundert. "Faire Klicks für die unmittelbare Zukunft" werden auf "Der Faire Klick" per Hiphop-Track angekündigt, die Musikangebote der Majors im Netz kritisiert. Fans beschweren sich über hohe Preise und Kopierschutz, die Industrie über angebliche Raubkopierer und fallende Verkaufszahlen. Das Problem hoher Preise und restriktiver Dateiformate sei indessen hausgemacht und durchaus lösbar: "Das Gegenteil wollen wir beweisen, denn der User ist bereit, einen fairen Preis zu zahlen. 1,49 für ein digitales Musikstück oder oder 12,99 für ein Download-Album kann man wirklich nicht mehr als 'fair' bezeichnen. Die Konsequenz in der Vergangenheit: User wichen vielfach auf illegale und rechtlich fragwürdige Plattformen im Internet aus. Flatty möchte beweisen, dass Musik verkaufbar ist, obwohl - oder gerade weil - sie im Internet kostenlos zur Verfügung steht." So das ambitionierte Statement der Macher. Die indessen nach der musikalischen Ankündigung bald Fakten schaffen wollen mit einer Software, gegen die vermutlich einige Akteure im Musikbusiness gerne vorgehen würden, wenn sie könnten. Denn Flatster umschifft die Klippen der Musikangebote im Netz durchaus elegant, wie wir feststellen konnten - wir hatten nach Anfrage Flatsters die Möglichkeit zu einem Vorabtest. Flatster lauscht bei einer großen Anzahl von Webradios gleichzeitig, der beim User installierte Client findet für vorab gewünschte Tracks schnell passende Sender und zeichnet zeitnah auf - abhängig davon, wie oft sie auf der Vielzahl der Stationen gespielt werden. Mit einigen technischen Kniffen treten die üblichen Probleme von Radioaufnahmen - verpasste Anfänge, eingeblendete Moderationen - nicht auf. Geshared wird von der Software nichts, genutzt werden gewöhnliche Webradiosender in großer Zahl, die 128kBit/s aufwärts streamen. Die Aufnahme zu guter Letzt erfolgt am Analogausgang beim Anwender. Dies die Einschränkungen der Software, die dann jedoch freie, ordentlich getaggte mp3-Files auf der Platte anlegt. Für User, die ohne rechtliche Risiken und größere technische Fachkenntnis günstige Musik aus dem Netz suchen, macht Flatster ein Angebot, das manchen Akteuren sauer aufstoßen wird. Verwandte News
Trackbacks
So was gibt es doch schon länger, nur dass man keine so hohe Bandbreite benötigt(und damit auch das Datenvolumen reduziert) und den PC mit dem Tuner oder Digital-Receiver verbinden muss. http://http://www.geschickter-als-kaufen.de/ MfG. myros myros am 06.09.2006 19:22
was daran jetzt allerdings fair sein soll bleibt mir verborgen: wer bekommt denn das Geld was man anscheind ja bezahlen soll? Nach dem, was ich so lesen kann ja wohl der Anbieter von Flatster. Fair gegenüber den Künstlern ist dies sicher nicht, wenn sich noch dritte (oder besser: vierte) an dem Content anderer bereichern. Für den Nutzer mags billig sein, es mag auch legal sein, aber insgesamt sehe ich nicht, dass das System fair ist. m. mischka-bln am 07.09.2006 14:33
Die Internetradios zahlen ja Gebühren an Gema & Co, so dass über diese Schiene auch der Künstler seinen Anteil bekommt. Bio-logisch am 08.09.2006 15:01
Ui Klasse, dann reencoden wir die mülligen 128er mp3s nochmal... FunkyChris am 10.09.2006 13:51
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